Lui
Verstorben Mitte Juli 2015!
   
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22.10.2011 11:27 |
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Günter
Administrator
      
Dabei seit: 14.11.2005
Beiträge: 19256
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Beim Themenkomplex Drogenpolitik stimmte der Parteitag im Gegensatz dazu für einen deutlich weiter reichenden Beschluss als den des Vorstands. Der hatte langfristig die Legalisierung weicher Drogen gefordert. Jetzt setzt sich die Linke für eine Legalisierung aller Drogen ein - ein Beschluss mit großem Missverständnispotential.
Fraktionschef Gregor Gysi rückte ihn deshalb gerade. Ein Arzt müsse bei wirklich Süchtigen auch entsprechend verordnen dürfen, damit keine Abhängigkeit von den Dealern entstehe. Aber klar sei: "Die Dealer haben uns zu fürchten. Selbstverständlich müssen die bestraft werden, da kann es doch gar keinen Zweifel geben."
Am Abend relativierte der Parteitag den Beschluss und hielt in einem ergänzenden Halbsatz fest, dass die Drogen an Abhängige kontrolliert abgegeben werden sollen.
http://www.tagesschau.de/inland/linkspartei334.html |
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Der drogenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Frank Tempel, sieht das genauso. Der frühere Kriminalpolizist arbeitete an dem Antrag mit, der auf dem Linken-Parteitag beschlossen wurde. Drogen seien auch mit Verboten aus der Gesellschaft nicht wegzukriegen. Doch die Verbote verhinderten eine wirksame Prävention und eine Gesundheitsvorsorge für die Konsumenten, an die man oft nicht herankomme. "Ich will nicht mehr Konsum, ich will nicht leichteren Konsum, ich will eine andere Art und Weise der Bekämpfung von Drogenmissbrauch", sagte der 42-Jährige Thüringer.
Tempel hält den Kampf gegen den illegale Drogenhandel für gescheitert. Und die gesundheitlichen Schäden beispielsweise durch Streckmittel seien vielfach höher als durch den Konsum der eigentlichen Drogen. Dies könne sich bei einer Legalisierung ändern. "Das würde ja nicht heißen, dass es Kokain bei Aldi und Heroin bei Lidl gibt", sagte Tempel. Wer solche Substanzen verkaufe, müsse bestimmte Qualifikationen besitzen - denkbar sei etwa der Verkauf in Apotheken. Dann könne man auch über Vorsorge für die Konsumenten nachdenken, zum Beispiel über eine Beratungspflicht beim Hausarzt.
Auch die Grünen sind dafür, die Therapie- und Hilfsangebote für Abhängige zu verbessern. "Die Politik der Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten führt in die Sackgasse." Die Grünen plädieren für eine medizinisch kontrollierte Abgabe von Heroin. "Bei weichen Drogen wie Cannabis wollen wir unter Berücksichtigung des Jugendschutzes eine legale Abgabeform über lizenzierte Fachgeschäfte ermöglichen", schreiben die Grünen auf ihrer Internetseite.
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:e...n/60119492.html |
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Die Kriminalisierung von Drogenkonsumenten löse doch nicht deren Problem. Deshalb will die Partei die Wende hin zur akzeptierenden Drogenarbeit vollziehen und langfristig etwa das Apothekenmodell einführen, bei dem Erwachsene ihre Drogen in Apotheken legal kaufen können. "Die Substanzen müssen legal erhältlich sein, Verbote schrecken nicht ab", sagt Tempel.
"Keine Sorge", sagt der Kriminalist, der jahrelang in einer Rauschgiftbekämpfungsgruppe gearbeitet hat, "der Dreck, der da auf der Straße verkauft wird, wird nicht legalisiert." Die Linke wolle nicht zur Dealerpartei werden, sondern im Gegenteil der Drogenmafia die Geschäftsgrundlage entziehen.
http://taz.de/Drogenpolitik-der-Linkspartei/!80435/ |
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__________________ Liebe Grüße
Günter

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23.10.2011 01:08 |
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