Lui
Verstorben Mitte Juli 2015!
   
Dabei seit: 12.09.2007
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27.09.2010 02:59 |
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Grubendol
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Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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Sorry, aber wenn ich so eine gequirlte Scheiße lese, wird mir schlecht.
Allein der Begriff "Unterschicht", wie er von der verlogenen Zeitungsnutte*, die den Artikel geschrieben hat, verwendet wird, ist eine Beleidigung.
*nach dreizehn Jahren bei der TAZ schreibt sie jetzt für die WELT (150.000 brutto statt 25.000 brutto) - das nenne ich Prostitution.
__________________ "So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
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27.09.2010 11:34 |
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Grubendol
Mitglied
   
Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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| Zitat: |
| Der Staat hat die Unterschicht verstaatlicht, er hat alle ihre Lebensrisiken auf sich genommen. |
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Das ist unrichtig. Jede Statistik belegt, dass arme Leute früher sterben als reiche, weil sie eine schlechtere medizinische Versorgung haben. Trotz steigender Kosten für den Einzelnen werden immer mehr Leistungen, die auch bezahlt werden, gestrichen.
| Zitat: |
| Er gibt, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Das kann nicht gut gehen. |
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Auch das ist falsch. Die meisten Hartz-IV Empfänger haben jahrelang Zwangsbeiträge für Arbeitslosen- und Rentenversicherung entrichtet, bevor sie arbeitslos wurden. Diese wider besseres Wissen von der Autorin aufgestellte Behauptung ist eine bewusste Lüge.
| Zitat: |
| Und so sind mittlerweile 6,7 Millionen Deutsche Bezieher dieser Gelder. Hilfe ist keine mehr, die einer Notlage geschuldet ist, sondern ein Recht. |
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Richtig, seit 1954 bzw.1962:
| Zitat: |
Das Menschenwürdegebot in Zusammenhang mit dem Sozialstaatsprinzip verpflichte den Staat, für den notwendigen Lebensunterhalt seiner Bürger zu sorgen. Dieser sei nicht Almosenempfänger, sondern habe einen Rechtsanspruch auf entsprechende Leistungen.
(...)
BVerwG, Urt. v. 24.6.1954, Az. 5 C 78/54
(...)
Legal Tribune
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| Zitat: |
| Und so haben wir diese Menge reichster Armer in unserer Geschichte – in einem 80 Millionen-Land, das international bewundert wird, weil es immense Herausforderungen wie die deutsche Einheit oder jüngst die Finanzkrise bestens bewältigt hat. In dem ein Fachkräftemangel droht und die niedrige Arbeitslosigkeit auf Vollbeschäftigung verweist. |
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"reichster Armer", das ist eine Formulierung, wie man sie vielleicht in Orwells "1984" unter dem Stichwort "Neusprech" finden würde - widerliche Propaganda fernab der Realität.
Wie der Widerspruch zustande kommt, dass eine große Anzahl Arbeitssuchender einer so kleinen Anzahl offener Stellen gegenübersteht, ist der Autorin anscheinend egal.
Ein "drohender Fachkräftemangel" ist doch nur das Ergebnis mangelnder Lehrstellen - und das seit fünfzehn Jahren. Das kommt dabei raus, wenn man sich auf freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft einlässt, anstatt eine Lehrstellenabgabe für Betreibe einzuführen, die sich ihrer Pflicht zur Ausbildung entziehen.
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Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Grubendol am 27.09.2010 19:09.
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27.09.2010 19:09 |
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