Grubendol
Mitglied
   
Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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Original von Der Ostwestfale
Danach Große Koalition 62%, CDU-FDP 47%, SPD-Grüne-Die Linke 50%
Es ist nach dieser Umfrage also eine Linke Mehrheit in Deutschland da.
Zumindest bei den 1500 Befragten. |
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Dafür gibt es keine Grundlage, niemand will mit der Linkspartei im Bund koalieren, niemand von der SPD und auch von den Grünen keiner, solange die Vergangenheit nicht aufgearbeitet ist.
Also weg mit Modrow und den Altgenossen aus der SED.
Ach so, und zuerst muss Lafontaine weg, mit dem kann keiner von den Sozis.
__________________ "So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
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06.09.2008 02:57 |
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Vorarbeiter
Gast
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| Zitat: |
| Insoweit muss die Partei sich ja fragen, wie man aus diesem Umfrageloch wieder heraus kommt. Bei Werten von 20 oder 21 Prozent der Wählerstimmen - wo uns die Umfrageinstitute im Moment verorten - kann man nur noch sehr schwer von einer "Volkspartei" reden. |
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Ottmar Schreiner über die SPD
http://www.tagesschau.de/inland/spd340.html
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06.09.2008 09:47 |
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Markus Kenn
Gast
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Original von Ostwestfalle:
Zitat: "Und die Linkspartei muss auch nicht die Vergangenheit aufarbeiten, weil es schlicht keine gibt. Die Partei ist 2007 gegründet worden." (Zitatende).
Sie ging aber aus der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) hervor, die eine Nachfolgeorganisation der SED (der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands in der DDR). Letztere ist also der Grossvater der Linkspartei, verantwortlich für die Unterdrückung in der DDR. Damit gibt es also eine Vergangenheit, die aufgearbeitet werden muss.
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06.09.2008 12:46 |
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Markus Kenn
Gast
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Es ändert nichts daran, dass die Linkspartei ihre SED-Vergangenhet aufarbeiten muss. Dass die WASG nicht mit der DDR gleichzusetzen ist, ist die eine Seite. Fakt ist aber auch, dass es in der Linkspartei PDS- und SED-Seilschaften gibt. Und dies muss aufgedeckt werden.
Genauso, wie der Neolieberalismus keinen Ausweg aus der aktuellen Krisensituation bietet, bietet ihn ein Neosozialismus in DDR-Manier.
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07.09.2008 13:58 |
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Markus Kenn
Gast
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Sicher: Auch die CDU hätte die Ost-CDU nicht einfach so aufnehmen dürfen, dasselbe gilt auch für die anderen Parteien.
Die ganze DDR-Vergangenheit hätte aufgearbeitet werden müssen, aber damals hat man Honecker samt Frau laufen lassen. Nur die Kleinen hat man gehängt.
Das Problem ist: Man war an einer wirklichen, umfassenden Aufarbeitung der Vergangenheit wohl nicht interessiert. Vielleicht hatte man Angst davor, dass auch Mauscheleien des Westens aufgeflogen wären. Schliesslich wurde die DDR künstlich am Leben gehalten. Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß hat ja noch in den 1980iger Jahren dafür gesorgt, dass die DDR einen Milliardenkredit bekommt.
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07.09.2008 14:31 |
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Charly26
Gast
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| Zitat: |
Original von Grubendol
Es gibt ganz klare Beschlüsse und wer lesen kann, kann sich schlau machen. Dazu reichen natürlich stalinistische Propaganda-Webseiten nicht aus. |
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Klare Beschlüsse! Naja! An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!
Und da sieht es doch so aus:
Ich, als guter Sozialdemokrat, habe etwas gegen Heuschrecken! Und ich polemisiere seit Jahren immer wieder dagegen!!!
Meine Partei regiert seit 1998 ununterbrochen im Bund! Gesetzesänderungen gegen die Heuschrecken haben wir aber nicht eingebracht! Aber wir reden immerhin dagegen!
Ich habe etwas gegen Ausbeutung! Oh JA!!! Undich bin brennend für Mindestlöhne! Ja, das bin ich!
Meine Partei regiert seit 1998 ununterbrochen im Bund! Einen Gesetzesantrag für einen richtigen Mindestlohn haben wir im Parlament aber nicht eingebracht! Nur halbherzige Entscheidungen! Aber wir reden immerhin dagegen!
Als die bösen Kommunisten von der PDS einen Gestzesantrag für den Mindestlohn in den Bundestag einrachten, stimmten wir natürlich dagegen! Unser Gewissen für die die vielen Arbeitnehmer, die Tag für Tag ausgebeutet werden, darf uns da nicht schlagen! Die Koalition, Frau Merkel und unsere sicheren Regierungs- und Abgeordnetenposten sind wichtiger!
Es störte uns dabei auch nicht, dass es sich bei dem Gesetzentwurf, den die bösen PDSler eingebracht haben, um einen Text handelt, den wir ursprünglich im Wahlkampf formuliert hatten. Wahlversprechen zählen bei uns nämlich sowieso nichts! Siehe MWSt-Erhöhung!
Da hetzen wir lieber wieder etwas gegen die Kommunisten ... und das dumme Wahlvolk ist abgelenkt!
Ich habe etwas dagegen, daß Spitzenmanager beim Abbau von Pesonal doppelt belohnt werden, weil die eigenen Aktienpakete, die sie halten, schnell mal ein paar zusätzliche Millionen bringen! Da bin ich dagegen, das hab ich doch gesagt! Das ist doch auch wirklich ein Unding, da kan man sich richtig aufregen!
Meine Partei regiert seit 1998 ununterbrochen im Bund! Einen Gesetzesantrag, der das ändern soll, haben wir im Bundestag aber nicht eingebracht! Wir werden doch nicht diejenigen verärgern, die in Wahrheit unsere richtigen Genossen sind: Die Bosse! Das hat der Gerd auch so gehalten! Aber, natürlich, vor Wahlen jammern wir ein bischen: Ausbeutung, Ungerechtigkeit und blabla!
Was mich am meisten wundert: Daß das Wählvolk so dumm ist und das nicht durchschaut!!!
Ach, so ein bischen haben sie es schon gemerkt, einige zumindest??? Macht nichts, dann starten wir wieder eine Rote-Socken-Kampagne! Das zieht immer wieder! Und hetzen gegen den Oskar, de ja das gleiche getan hat wie der Kurt!
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09.09.2008 14:55 |
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Lui
Verstorben Mitte Juli 2015!
   
Dabei seit: 12.09.2007
Beiträge: 25064
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| Zitat: |
Original von Markus Kenn
Grubendol,
abgesehen einmal davon, dass man keine Fliegenpilze essen muss, um zu wissen, dass sie giftig sind, pflege ich keinerlei Vorurteile, sondern setze mich mit Themen auseinander.
Was das organisierte Verbrechen angeht, so sind die Kaiserstrasse in Frankfurt, aber auch Sankt Pauli in Hamburg Hochburgen des organisierten Verbrechens. Und wenn von Menschenhandel die Rede ist, von Hundekämpfen und von Drogen - nur um einige, wenige Beispiele zu nennen, dann sind dort meist Zuhälter und das Rotlichtmilieu involviert.
Ein bisschen mehr Info statt platter Sprüche wäre wünschenswert, ist aber von Dir nicht zu erwarten. |
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Von der Kaiser in Frankfurt weis ich nur aus TV-berichten und die müssen nicht unbedingt der Realität entsprechen.
Aber was weist du schon über St auli ,Sir Kenn.
Einen Stadtteil von Hamburg nur mit Rotlicht,Nutten ,Zuhältern,Drogen,Menschenhandel in verbindung zu bringen spricht von Unkenntnis der Materie.Hundekämpfe im übrigen waren Vorgestern.
St.Pauli ist mehr als nur der Kiez und auch da ist das Milieu,was dem Vergnügen betrift nicht die Nummer eins.Auf Pauli gabs den legendären Starclub ach und viele sanderes gutes mehr.
__________________
Man kann alles zensieren und durch Regeln beschränken. Nur dann darf man sich nicht wundern, wenn irgendwann viele weg bleiben.
.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Ich baue grundsätzlich in allen Beiträgen absichtlich Rechtschreibfehler ein um den Leser und ganz speziell den "Klugscheissern" zusätzlichen Spaß zu bereiten und meine Beiträge interessanter zu machen.
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10.09.2008 09:34 |
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Markus Kenn
Gast
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Frau Ypsilanti hat auch vor der Wahl ganz klar die Beschluslage dar gelegt: "Keine Zusammenarbeit mit der Linkspartei!" Und jetzt führt sie mit ihnen Sondierungsgespräche! Parteien und Politiker halten sich spätestens seit der Kohl-Ära nicht mehr an ihre Wahlversprechen; das hat mit stalinistischer Propaganda so viel zu tun wie eine Fliege mit Kernphysik. Nur eine leichte Beobachtungsgabe ist hier erforderlich.
An Max 1995:
Was ich über das Rotlichtmilieu - nicht nur auf der Kaiserstrasse - gesagt habe, entspricht bedauerlicherweise den Tatsachen.
Und dass meine Kritik an St. Pauli das dortige Rotlichtmilieu und nicht die normalen Einwohner betrifft, liegt auf der Hand. Was die Hundekäpfe betrifft, so macht das vielleicht anonymer, doch sind sie immer noch schreckliche Normalität.
Das Rotlichtmilieu ist nicht gerade eine Welt, in der man sich bewegen sollte.
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10.09.2008 12:09 |
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Markus Kenn
Gast
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Politiker sollten sich ohnehin ein moralisches Niveau mitbringen, dass sie daran hindert, etwas zu tun, womit sie erpressbar sind, und dies gilt nicht nur für das Rotlichtmilieu. Das gilt für insbesondere ihre Ehrlichkeit. Wenn man Wahlversprechen macht, muss man sie halten. Frau Ypsilanti tut das nicht: Sie kooperiert - entgegen ihres Versprechens vor der Hessenwahl - mit der Linkspartei.
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11.09.2008 11:31 |
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Markus Kenn
Gast
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Grubendol
Deine Feststellung, dass Frau Ypsilanti nicht in den Puff geht, ist mal wieder super intelligent. Ob Du das aus Wikepedia hast?
Frau Ypsialnti hat jedoch gelogen und damti das Wahlvolk betrogen und hat sich damit selbst unglaubwürdig gemacht.
Dass Frau Merkel ebenfalls gelogen hat, ist eine weitere bedauerliche Tatsache; auch sie ist unglaubwürdig. Wählbar ist sie jedenfalls nicht.
Robert Koch kann man ebenfalls vergessen; er forderte im CDU-Spendenskandal die härtestmögliche Aufklärung, wohlwissend, dass sein Lippenbekenntnis keine Konsequenzen haben würde.
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13.09.2008 11:48 |
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Wilhelm
Gast
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13.09.2008 14:43 |
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Markus Kenn
Gast
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Dass Frau Ypsilanti Herrn Koch in die Wüste jagen will, wäre ja ganz in Ordnung; das Argument, sie hielte damit ein Wahlversprechen, kann jedoch so nicht stehen bleiben: Sie kann es ja nur halten, weil sie ein anderes bricht, nämlich mit der Linkspartei zu paktieren. Damit bleibt sie auf gut deutsch eine Lügnerin. Lüge ist nicht in Ordnung, weder bei Koch noch bei Ypsilanti. Deshalb gehören beide in die Wüste geschickt.
Und auch zur Bundeskanzlerin habe ich kein grosses Vertrauen: Sie war während der DDR-Zeit "auf Linie", sprich: Kommunistin, sonst hätte sie damals nicht in Moskau studieren können. Dass sie eine grosse Koalition eingeht, ist ebenfalls ein Vertrauensbruch und ein ausgemachter Wahlbetrug.
Ich gebe auch Wilhelm recht, der es merkwürdig findet, dass die SPD mit Frau Merkel paktiert.
Auf gut deutsch: Unsere derzeitigen Politiker haben es nicht mit der Wahrheit.
Da lobe ich mir schon Regina Hildebrandt: Sie hat einmal gesagt, dass sie sich nicht mit den "A...löchern" von der CDU an einen Tisch setzen würde. Über ihre Formulierung mag man geteilter Meinung sein: Wort hat sie jedoch gehalten. Schade, dass sie tot ist. Wir bräuchten mehr Leute mit solchem Rückgrat und solcher Ehrlichkeit, gerade in der Politik.
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15.09.2008 13:15 |
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Markus Kenn
Gast
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Sie hat zumindest Hoffnung gegeben. Und mit ihrer Forderung "Sacht mir nich, dass das nich geht, sondern nur Wie!" sicherlich viel in Gang gesetzt.
Abgesehen davon mal die Gegenfrage? Was haben Schröder, Merkel und Konsorten bewirkt? Die Arbeitslosigkeit ist immer noch hoch, sie geht - entgegen Deiner Meinung - nicht wirklich zurück, weil man Leute in Ein-Euro-Jobs und Maßnahmen wie Bewerbertrainings steckt, die Politikverdrossenheit steigt durch nicht eingehaltene Wahlversprechen, der Osten Deutschlands blutet wegen der hohen Arbeitslosigkeit aus, NPD ist teilweise stärker als die SPD ...
Fakt ist: Wir bräuchte mehr Leute vom Format einer Frau Hildebrandt.
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17.09.2008 11:39 |
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Grubendol
Mitglied
   
Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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| Zitat: |
Original von Markus Kenn
Sie hat zumindest Hoffnung gegeben. Und mit ihrer Forderung "Sacht mir nich, dass das nich geht, sondern nur Wie!" sicherlich viel in Gang gesetzt.
Abgesehen davon mal die Gegenfrage? Was haben Schröder, Merkel und Konsorten bewirkt? Die Arbeitslosigkeit ist immer noch hoch, sie geht - entgegen Deiner Meinung - nicht wirklich zurück, weil man Leute in Ein-Euro-Jobs und Maßnahmen wie Bewerbertrainings steckt, die Politikverdrossenheit steigt durch nicht eingehaltene Wahlversprechen, der Osten Deutschlands blutet wegen der hohen Arbeitslosigkeit aus, NPD ist teilweise stärker als die SPD ...
Fakt ist: Wir bräuchte mehr Leute vom Format einer Frau Hildebrandt. |
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Fakt ist: Frau Hildebrandt hat nichts bewirkt, aber:
| Zitat: |
Sinkendes Armutsrisiko
Hartz-Reformen bringen mehr Gerechtigkeit
von Dietrich Creutzburg
Die politische Diskussion über wachsende Armut als Folge der Hartz-Reformen basiert weitgehend auf einem Fehlalarm. Im Jahre 2006 war das statistische Armutsrisiko in Deutschland erstmals seit zehn Jahren rückläufig. Neue Daten korrigieren den Armutsbericht der Regierung – und setzen die Kritiker der Agenda-Politik unter Druck.
http://www.handelsblatt.com/politik/deut...tigkeit;2041099 |
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Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Grubendol am 17.09.2008 14:41.
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17.09.2008 14:40 |
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Markus Kenn
Gast
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Doch, ihr konnte man noch einigermaßen trauen. Sie schenkte Hoffnung und stärkte dass Selbstvertrauen ihrer Wählerschaft.
Selbst würde ich Dir raten, einmal von Hartz IV zu leben; dann gäbe es keine Aussagen über mehr Gerechtigkeit.
Eine Menge Menschen sind dadurch noch ärmer geworden.
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20.09.2008 18:03 |
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Markus Kenn
Gast
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Gut, kommen wir zum Thema zurück: Frau Ypsilanti lässt sich auch mit den Stimmen der Linkspartei wählen. Auch wenn die Bundes-SPD noch fleissig sagt, sie würde keine Koalition mit der Linkspartei auf Bundesebene eingehen, so kann man darauf wetten, dass dies höchstens für eine Wahlperiode gilt. Das heisst: Wenn es die rechnerischen Möglichkeiten zulassen und SPD und Linkspartei der Ansicht sind, ihre Macht zu erhalten und auszubauen, dann gehen beide Parteien zusammen, auch wenn sie das vor der Wahl rigoros ausgeschlossen haben.
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21.09.2008 17:51 |
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Joschka
Gast
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| Zitat: |
Original von Charly26
| Zitat: |
Original von Grubendol
Es gibt ganz klare Beschlüsse und wer lesen kann, kann sich schlau machen. Dazu reichen natürlich stalinistische Propaganda-Webseiten nicht aus. |
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Klare Beschlüsse! Naja! An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!
Und da sieht es doch so aus:
Ich, als guter Sozialdemokrat, habe etwas gegen Heuschrecken! Und ich polemisiere seit Jahren immer wieder dagegen!!!
Meine Partei regiert seit 1998 ununterbrochen im Bund! Gesetzesänderungen gegen die Heuschrecken haben wir aber nicht eingebracht! Aber wir reden immerhin dagegen!
Ich habe etwas gegen Ausbeutung! Oh JA!!! Undich bin brennend für Mindestlöhne! Ja, das bin ich!
Meine Partei regiert seit 1998 ununterbrochen im Bund! Einen Gesetzesantrag für einen richtigen Mindestlohn haben wir im Parlament aber nicht eingebracht! Nur halbherzige Entscheidungen! Aber wir reden immerhin dagegen!
Als die bösen Kommunisten von der PDS einen Gestzesantrag für den Mindestlohn in den Bundestag einrachten, stimmten wir natürlich dagegen! Unser Gewissen für die die vielen Arbeitnehmer, die Tag für Tag ausgebeutet werden, darf uns da nicht schlagen! Die Koalition, Frau Merkel und unsere sicheren Regierungs- und Abgeordnetenposten sind wichtiger!
Es störte uns dabei auch nicht, dass es sich bei dem Gesetzentwurf, den die bösen PDSler eingebracht haben, um einen Text handelt, den wir ursprünglich im Wahlkampf formuliert hatten. Wahlversprechen zählen bei uns nämlich sowieso nichts! Siehe MWSt-Erhöhung!
Da hetzen wir lieber wieder etwas gegen die Kommunisten ... und das dumme Wahlvolk ist abgelenkt!
Ich habe etwas dagegen, daß Spitzenmanager beim Abbau von Pesonal doppelt belohnt werden, weil die eigenen Aktienpakete, die sie halten, schnell mal ein paar zusätzliche Millionen bringen! Da bin ich dagegen, das hab ich doch gesagt! Das ist doch auch wirklich ein Unding, da kan man sich richtig aufregen!
Meine Partei regiert seit 1998 ununterbrochen im Bund! Einen Gesetzesantrag, der das ändern soll, haben wir im Bundestag aber nicht eingebracht! Wir werden doch nicht diejenigen verärgern, die in Wahrheit unsere richtigen Genossen sind: Die Bosse! Das hat der Gerd auch so gehalten! Aber, natürlich, vor Wahlen jammern wir ein bischen: Ausbeutung, Ungerechtigkeit und blabla!
Was mich am meisten wundert: Daß das Wählvolk so dumm ist und das nicht durchschaut!!!
Ach, so ein bischen haben sie es schon gemerkt, einige zumindest??? Macht nichts, dann starten wir wieder eine Rote-Socken-Kampagne! Das zieht immer wieder! Und hetzen gegen den Oskar, de ja das gleiche getan hat wie der Kurt! |
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Da ist wirklich was dran! Die SPD-Führung besteht doch nur noch aus Maulhelden! Und dieser kranke Lafontain-Hass ist schon psychisch!
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21.09.2008 18:07 |
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| Zitat: |
Original von Charly26
Klare Beschlüsse! Naja! An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!
Und da sieht es doch so aus:
Ich, als guter Sozialdemokrat, habe etwas gegen Heuschrecken! Und ich polemisiere seit Jahren immer wieder dagegen!!!
Meine Partei regiert seit 1998 ununterbrochen im Bund! Gesetzesänderungen gegen die Heuschrecken haben wir aber nicht eingebracht! Aber wir reden immerhin dagegen!
Ich habe etwas gegen Ausbeutung! Oh JA!!! Undich bin brennend für Mindestlöhne! Ja, das bin ich!
Meine Partei regiert seit 1998 ununterbrochen im Bund! Einen Gesetzesantrag für einen richtigen Mindestlohn haben wir im Parlament aber nicht eingebracht! Nur halbherzige Entscheidungen! Aber wir reden immerhin dagegen!
Als die bösen Kommunisten von der PDS einen Gestzesantrag für den Mindestlohn in den Bundestag einrachten, stimmten wir natürlich dagegen! Unser Gewissen für die die vielen Arbeitnehmer, die Tag für Tag ausgebeutet werden, darf uns da nicht schlagen! Die Koalition, Frau Merkel und unsere sicheren Regierungs- und Abgeordnetenposten sind wichtiger!
Es störte uns dabei auch nicht, dass es sich bei dem Gesetzentwurf, den die bösen PDSler eingebracht haben, um einen Text handelt, den wir ursprünglich im Wahlkampf formuliert hatten. Wahlversprechen zählen bei uns nämlich sowieso nichts! Siehe MWSt-Erhöhung!
Da hetzen wir lieber wieder etwas gegen die Kommunisten ... und das dumme Wahlvolk ist abgelenkt!
Ich habe etwas dagegen, daß Spitzenmanager beim Abbau von Pesonal doppelt belohnt werden, weil die eigenen Aktienpakete, die sie halten, schnell mal ein paar zusätzliche Millionen bringen! Da bin ich dagegen, das hab ich doch gesagt! Das ist doch auch wirklich ein Unding, da kan man sich richtig aufregen!
Meine Partei regiert seit 1998 ununterbrochen im Bund! Einen Gesetzesantrag, der das ändern soll, haben wir im Bundestag aber nicht eingebracht! Wir werden doch nicht diejenigen verärgern, die in Wahrheit unsere richtigen Genossen sind: Die Bosse! Das hat der Gerd auch so gehalten! Aber, natürlich, vor Wahlen jammern wir ein bischen: Ausbeutung, Ungerechtigkeit und blabla!
Was mich am meisten wundert: Daß das Wählvolk so dumm ist und das nicht durchschaut!!!
Ach, so ein bischen haben sie es schon gemerkt, einige zumindest??? Macht nichts, dann starten wir wieder eine Rote-Socken-Kampagne! Das zieht immer wieder! Und hetzen gegen den Oskar, de ja das gleiche getan hat wie der Kurt! |
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Ist schön, das hier mal ein Sozialdemokrat Farbe bekennt.
__________________ Wer gegen soziale Gerechtigkeit ist, ist für Harz IV
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21.09.2008 23:58 |
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Grubendol
Mitglied
   
Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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| Zitat: |
SPD-Politiker Oppermann: Agenda 2010 ist ein "abgeschlossenes Kapitel"
Thomas Oppermann im Gespräch mit Birgit Kolkmann
Oppermann: Die Agenda von 2003, die Agenda 2010, die wird ja schon vom Bundeshaushalt überholt, dessen mittelfristige Finanzplanung ja schon bis 2011 reicht. Ich habe deshalb gesagt, dass die Agenda ein erfolgreich abgeschlossenes Kapitel der jüngeren Zeitgeschichte ist. Sie war wirkungsvoll, sie war erfolgreich. Sie hat den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft in Deutschland robuster gemacht. Das ist gerade in diesen schwierigen Zeiten besonders wichtig. Sie hat die Arbeitslosigkeit in Deutschland drastisch verringert, sodass wir die Perspektive von Vollbeschäftigung wieder zurückgewonnen haben. Aber in den nächsten Jahren wird es neue Fragen geben und auf diese neuen Fragen werden wir neue Antworten geben müssen.
Kolkmann: Im Augenblick versucht ja auch die Linke neue Antworten zu geben und knöpft ihnen mit den Versprechen, die damit verbunden werden, jede Menge Wähler ab. Wie wollen Sie den Leuten vermitteln, dass Sie fürsorgende Sozialpolitik betreiben wollen, obwohl Sie faktisch nicht bezahlbar ist?
Oppermann: Das wichtigste ist, dass die Menschen Chancen bekommen. Das sieht man jetzt ja auch bei der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Die hat von 2005 auf 2006 dazu geführt, dass die Armut in Deutschland zurückgegangen ist. Das Armutsrisiko, das 18 Prozent der Bevölkerung hatten, ist auf 16,5 Prozent zurückgegangen. Wir müssen den Menschen klare Perspektiven geben. Armut überwinden wir nicht, indem wir diese oder jene Sozialtransfers erhöhen. Armut kann nur überwunden werden durch Bildung, indem die Menschen die Chance bekommen auf eine gute Bildung, auf einen Schulabschluss, auf eine Ausbildung und dann auch die Chance haben zum sozialen Aufstieg. Alles, was für den sozialen Aufstieg gut ist, hilft auch gegen den Abstieg.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/850016/
zum Nachhören:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradi...51_a561cf9a.mp3 |
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__________________ "So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
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22.09.2008 11:15 |
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Markus Kenn
Gast
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Dass die Agenda 2010 die deutsche Wirtschaft robuster gemacht haben soll, gehört zu den grossen Märchen in diesem Land; sie hat die Reichen zwar reicher, aber die Armen zugleich ärmer gemacht. Wer die Medienberichte aufmerksam verfolgt, erkennt, dass Hungerlöhne gang und gäbe sind: So gibt es in Koblenz einen Autozulieferer, der eine Zeitarbeitsfirma (Fuchs personal) beauftragt hat: Die über diese Zeitarbeitsfirma angeheuerten Arbeitskräfte bekommen einen Lohn, der die Mitarbeiter unterhalb der Armutsgrenze bringt.
Zudem - so das statistische Bundesamt - haben areguläre Jobs zugenommen; das sind zeitlich befristete bzw. Minijobs. Unbefristete Arbeitsverhältnisse, die sozialversicherungspflichtig sind - also reguläre Arbeitsplätze - wurden abgebaut. Minijobs auf 400-Euro-Basis boomen.
Auch die Zahl der Vollzeitbeschäftigten, die auf ergänzendes staatliche Leistungen angewiesen sind (Hartz-IV-Aufstocker, Wohn- und Heizungsgeldbezieher) nimmt zu. Man muss nicht einmal gut rechnen können, um sich auszumalen, dass dies ein Schuss ist, der nach hinten los geht.
Die SPD ist längst keine Arbeiterpartei mehr, und auch die Linkspartei wird keine Politik zugunsten des Gemeinwohls gestalten. Die derzeitigen Parteien versuchen, die Probleme unserer Tage mit den Mitteln zu lösen, die sich bereits während der Ersten Industriellen Revolution als falsch heraus gestellt haben. Ein Liberalismus, der meint, dass der Markt alles regelt, geht genauso in die Binsen wie die Ideologie der DDR mit ihrem damaligen real existierenden Sozialismus.
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22.09.2008 12:53 |
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Grubendol
Mitglied
   
Dabei seit: 06.05.2007
Beiträge: 20985
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| Zitat: |
Original von Markus Kenn
Dass die Agenda 2010 die deutsche Wirtschaft robuster gemacht haben soll, gehört zu den grossen Märchen in diesem Land; sie hat die Reichen zwar reicher, aber die Armen zugleich ärmer gemacht. |
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Das ist faktisch unrichtig, wie die Zahlen zeigen.
Die Einkommensschere klafft schon ein paar Jahrzehnte lang immer weiter auseinander, das hat mit der Agenda 2010 nichts zu tun. Wenn aber jetzt zwischen 2005 und 2006 das Armutsrisiko statistisch von 18 auf 16,5% reduziert wurde, hat die Agenda 2010 genau diesen Trend gestoppt.
__________________ "So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
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Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
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"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
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22.09.2008 13:06 |
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Markus Kenn
Gast
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Die Zahlen aus den Armutsberichten zeigen, dass immer mehr Kinder in Deutschland unter der Armutsgrenze liegen. Immer mehr Tafeln eröffnen in Deutschland, damit Hartz-IV-Empfänger und Geringverdiener sowie Kleinrentner sich überhaupt das Lebensnotwendige leisten können. Es kommen immer mehr Menschen aus dem ehemaligen Mittelstand in die Suppenküchen.
Sicher klafft die Armutsschere seit Jahrzehnten auseinander: Du übersiehst aber, dass die Agenda 2010 diesen Trend ins Unerträgliche hinein steigert.
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22.09.2008 13:39 |
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Markus Kenn
Gast
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Frag einmal beim Paritätischen Wohlfahrtsverband nach, schau Dir mal das sinkende Lohnniveau an.
Ein Beispiel für das sinkende Lohnniveau: 1994 bekam man als ungelernter Kellner in der Gastronomie einen Stundenlohn von 15,-- DM; heute kann man als Hotel- bzw. Hotelfachmann froh sein, wenn man vielleicht 7 Euro die Stunde bekommt, also knappe 14 DM, wennn man es denn umrechnet.
Also: Träum weiter!
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22.09.2008 13:47 |
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Markus Kenn
Gast
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Hab ich, auch wenn Du es nicht glauben magst.
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22.09.2008 14:11 |
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Markus Kenn
Gast
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Quark,
hier gebe ich Dir recht.
Es ist bedenklich, dass Löhne teilweise nicht nur real, sondern auch nominal sinken.
Dabei kann man Löhne und Gehälter auch mit Leistungsanreizen verbinden, die sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern etwas bringen, so z. B. Umsatz- und Gewinnbeteiligungen, Prämien für unfallfreies Fahren bzw. für weniger Ausschuss, Bonus für höhere Qualität und höhere Kundenzufriedenheit. Das aber ist ein weiteres Thema.
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22.09.2008 14:46 |
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