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Dschungel statt Öl Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Ecuador will gegen Geld auf Bohrungen verzichten
Von Julio Segador

Ecuador schlägt vor, zugunsten des Natur- und Klimaschutzes auf die Ölforderung im Yasuní-Nationalpark zu verzichten, will sich das aber von der internationalen Gemeinschaft bezahlen lassen. Doch die Initiative ist ins Stocken geraten; unter anderem Deutschlands Entwicklungsminister Dirk Niebel will sich nicht beteiligen.
(...)
Auch Deutschland wollte sich ursprünglich an dem Fonds beteiligen. Der Regierungwechsel in Berlin und die anhaltende Finanzkrise haben aber zu einem Umdenken geführt. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel denkt gar nicht daran, in den Fonds einzuzahlen:

"Einzahlungen in den Yasuní-Fonds halte ich für ausgeschlossen. Das Instrument ist nicht zielführend, wir können die gleichen Ziele mit unseren gut eingeführten Instrumentarien über den sogenannten REDD-Mechanismus erreichen, dazu sind wir bereit. Das haben wir auch der ecuadorianischen Regierung widergespiegelt."

REDD steht als Kürzel für die Reduktion von Emissionen durch Entwaldung und Schädigung von Wäldern. Dieses Konzept wurde 2008 ins Leben gerufen, um die CO2-Emissionen durch Waldzerstörung in Entwicklungsländern zu vermindern. Allerdings konnten sich die Staaten bei der Klimakonferenz in Cancún auf die Details von REDD nicht einigen.

Für Niebel ist das aber allemal besser, als Millionen in einen Fonds einzuzahlen, von dem er nicht überzeugt ist, und den er als Präzedenzfall für andere Staaten fürchtet.

"Das wär im Prinzip nicht anders, als würden wir in Somalia Piraten dafür finanzieren, das sie keine Schiffe entführen. Wenn man anfängt für 'Unterlassen' zu zahlen, bedeutet das, dass große Gasfelder in den peruanischen Anden auch von uns finanziert werden müssten, obwohl sie gar nicht technisch ausgebeutet werden können. Hier öffnen wir die Büchse der Pandora und dazu bin ich nicht bereit."

In Ecuador stößt die Haltung Deutschlands und anderer europäischer Staaten auf Unverständnis. Präsident Rafael Correa droht bereits mit Plan B. Das heißt, dass zumindest an einigen Stellen im Yasuní-Nationalpark nach Öl gebohrt wird. Correa reagiert sauer auf die deutsche Ablehnung:

"Wir haben es satt, dass man uns wie eine Kolonie behandelt, als etwas Minderwertiges. Bei der Yasuní-Initiative ist der größte Beitragszahler das ecuadorianische Volk. Wir bringen das größte Opfer."
(...)
Audio
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http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1562049/

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10.10.2011 11:52 Grubendol ist offline Beiträge von Grubendol suchen Nehmen Sie Grubendol in Ihre Freundesliste auf
 
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