| Gen-Mais: War die Schlamperei in der nds. Landesregierung vielleicht gar Absicht? |
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Landwirtschaft
Gen-Mais: Bauern befürchten Millionenschäden
Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat zu spät über den Fund von gentechnisch verändertem Saatgut informiert. Das berichtete NDR 1 Niedersachsen am Sonntag. Dadurch wurde offenbar die Aussaat von nicht genehmigten Maispflanzen ermöglicht. Der Schaden für die betroffenen Bauern könnte mehrere Millionen Euro betragen. Heute will das Landwirtschaftsministerium die Bauern ermitteln, die den gentechnisch verunreinigten Mais unwissentlich ausgesät haben.
Kommunikationspanne zwischen Ministerien
Informationen des NDR zufolge hatte ein Labor des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums bereits Mitte Februar Verunreinigungen des Saatguts mit dem Gen-Mais NK603 festgestellt. Dessen Anbau ist in Deutschland nicht zugelassen. Doch erst am 27. April wurde das Umweltministerium informiert, das in diesem Fall für die Warnung der Landwirte zuständig ist. Wie es zu dieser Informationspanne kommen konnte, ist unklar. "Die Vorgänge gilt es auszuwerten und zu bewerten", sagte eine Sprecherin.
Auskunftsverweigerung verzögert Aufklärung
Zu einer weiteren Verzögerung von einem Monat kam es, weil eine Firma aus Buxtehude (Landkreis Stade) sich weigerte, die Händler zu nennen, an die sie das Saatgut verkauft hatte. Erst nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts übermittelte die Firma dem niedersächsischen Umweltministerium am Freitag die notwendigen Daten, wie Ministeriumssprecherin Stefanie Becker mitteilte. Das Umweltministerium habe sofort alle betroffenen Bundesländer informiert, sagte sie. Neben Niedersachsen sind das unter anderem Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Hier fanden die Behörden den Angaben zufolge 20 gentechnisch veränderte Saatgutproben. Auch die Behörden dieser Bundesländer werden ab Montag versuchen, die Landwirte zu ermitteln, die den gentechnisch verunreinigten Mais ausgesät haben.
Der verunreinigte Mais muss möglichst schnell vernichtet werden. Andernfalls könnten sich seine Pollen verbreiten und weitere Felder verunreinigen. Auf das Buxtehuder Unternehmen könnten deshalb hohe Schadenersatzforderungen zukommen.
http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/genmais114.html |
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Das Buxtehuder Unternehmen müsste sofort enteignet werden.
__________________ Liebe Grüße
Günter

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