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Geschrieben von Günter am 31.10.2010 um 01:31:

Ärgernis: Ein Riss zwischen Landeskirchen und Freikirchen

Zitat:
Ärgernis: Ein Riss zwischen Landeskirchen und Freikirchen

Veröffentlicht am 28 Oktober, 2010 von wegbegleiter in Zeitfragen

Mir stockte heute morgen beim Lesen der FAZ der Atem und ich fühlte mich dezent zurückversetzt in Zeiten, in denen von Kanzeln Freikirchen zu Sekten erklärt wurden – hier in Eschweiler gerade mal knapp 20 Jahre her. Folgende kleine Nachricht:

Zitat:
Studienleistungen, die an akkreditierten Fachhochschulen in freikirchlicher oder evangelikaler Trägerschaft erbracht wurden, werden an Evangelisch-Theologischen Fakultäten grundsätzlich nicht anerkannt. Das hat der evangelisch-theologische Fakultätentag beschlossen (…) (FAZ Hauptteil, Seite 8 oben)

Man stelle sich vor, die physikalischen Fakultäten des Landes NRW beschlössen, die Abschlüsse von Physikstudenten aus Bremen nicht anzuerkennen. Der Aufschrei wäre groß. Zu Recht. Da haben sich wohl die Seilschaften der Verwalter des Erbes Bultmanns durchgesetzt, um die reine Leere und die eigene Sicht von Wissenschaftlichkeit nicht zu verwässern. Schade um die bereits vorhandenen guten und respektvollen Kontakte nach Heidelberg, Tübingen, Wuppertal und zu wirklich guten evangelischen Fakultäten. Schade, dass hier die Pluralität eingestampft wird zugunsten einer gewünschten Einheitsmeinung. Die bewährt sich ja auch total.

Weiter: http://wegbegleiter.wordpress.com/2010/10/28/argernis-ein-brutaler-riss-zwischen-landeskirchen-und-freikirchen/

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Geschrieben von Lui am 31.10.2010 um 02:46:

Was sind denn Freikirchen, wenn sie keine Sekten sind.

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Man kann alles zensieren und durch Regeln beschränken. Nur dann darf man sich nicht wundern, wenn irgendwann viele weg bleiben.

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Ich baue grundsätzlich in allen Beiträgen absichtlich Rechtschreibfehler ein um den Leser und ganz speziell den "Klugscheissern" zusätzlichen Spaß zu bereiten und meine Beiträge interessanter zu machen.


Geschrieben von Grubendol am 31.10.2010 um 07:12:

RE: Ärgernis: Ein Riss zwischen Landeskirchen und Freikirchen

Zitat:
Man stelle sich vor, die physikalischen Fakultäten des Landes NRW beschlössen, die Abschlüsse von Physikstudenten aus Bremen nicht anzuerkennen.

Das wäre dann in etwa so, dass die Bremer Studenten an die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft sowie an den "Äther" glauben, während in NRW das Periodensystem der Elemente und die Quantenphysik gelehrt wird.

Man muss ein schlechtes Beispiel einfach mal bis zum logischen Ende durchspielen.

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Geschrieben von Günter am 31.10.2010 um 10:51:

Zitat:
Original von max1995
Was sind denn Freikirchen, wenn sie keine Sekten sind.


Es kommt drauf an, wie man den Begriff "Sekte" definiert. Augenzwinkern

Ich jedenfalls würde nach meinem Verständnis des Begriffes weder die Freien Evangelischen Gemeinden (FeGs) noch die größe Freikirche in Deutschland, die Neuapostolische Kirche, als Sekte bezeichnen.

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Geschrieben von Grubendol am 31.10.2010 um 18:01:

Aber dafür müsstest du "dein Verständnis des Begriffes" mal definieren. Bis jetzt hast du nur gesagt, was keine Sekte ist, aber nicht, worin sich eine solche von den Evangelikalen oder der NAK wirklich unterscheidet.

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Geschrieben von Günter am 31.10.2010 um 22:14:

Zitat:
Original von Grubendol
Aber dafür müsstest du "dein Verständnis des Begriffes" mal definieren. Bis jetzt hast du nur gesagt, was keine Sekte ist, aber nicht, worin sich eine solche von den Evangelikalen oder der NAK wirklich unterscheidet.


Dazu gibt es sehr viel unterschiedliche Meinungen. Der Sektenbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, Jörn Thießen, bringt es meiner Auffassung nach am besten auf den Punkt. Es schreibt dazu auf seiner Website:

Zitat:
Der umgangssprachliche Sektenbegriff

In unserer Umgangssprache wird der Sektenbegriff in erster Linie verwendet, um eine (pseudo-) religiöse Gruppe zu bezeichnen, die in irgendeiner Weise Konfliktpotenzial birgt, d.h. als problematisch oder gefährlich gilt.

Folgende Kriterien kennzeichnen eine konfliktträchtige Gruppe bzw. eine Sekte im umgangssprachlichen Sinne:

-  Klare Ausrichtung auf eine Führerfigur oder Führerideologie

-  Enge Bindung ihrer Mitglieder an sich und das eigene Heilskonzept

-  Kein soziales oder diakonisches Engagement

-  Klare Feindbilder und ein großes Ausmaß an In- und Exklusionsfaktoren

-  Kritik ist weder von innen noch von außen möglich

-  Aussteiger und Abtrünnige werden tyrannisiert und es herrscht Gehorsamszwang

Besonders problematisch werden diese Gemeinschaften, wenn ihre Lehren und Praktiken mit den Bestimmungen des Grundgesetzes und mit der demokratischen Rechtsordnung nicht konform gehen. Dann müssen nicht nur die betroffenen Personen vor dieser Gruppierung geschützt werden, sondern auch der Staat. In diesem Fall wird der Verfassungsschutz aktiv. Bekanntes Beispiel dafür ist der Umgang mit Scientology. Die Organisation strebt nach eigenem Bekunden die Aufhebung demokratischer Strukturen an und wird daher in mehreren Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet.

Der Begriff „Sekte“ kann angesichts seiner doppelten Bedeutung also irreführend sein. Alternativ spricht man daher von Sondergemeinschaften, Religionsgemeinschaften, Psychogruppen oder konfliktträchtigen Gruppen.

http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,46323,00.html

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