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Scharfe Kritik an Äußerungen von CDU-Politikerin Özkan
Zitat:
Scharfe Kritik an Äußerungen von CDU-Politikerin Özkan
Debatte in der CDU: Die designierte Sozialministerin von Niedersachsen und damit erste muslimische Ministerin in Deutschland, Aygül Özkan, hat sich für ein Verbot von Kruzifixen an öffentlichen Schulen ausgesprochen. Nicht nur CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe wies die Forderung deutlich zurück - auch Ministerpräsident Christian Wulff distanzierte sich.
Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte die muslimische CDU-Politikerin: "Christliche Symbole gehören nicht an staatliche Schulen." Für Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft gelte das nicht. Die Schule jedoch solle "ein neutraler Ort sein", so Özkan. Ein Kind müsse selbst entscheiden können, wie es sich religiös orientiere. Darum hätten auch Kopftücher "in Klassenzimmern nichts zu suchen".
Deutliche Kritik an ihrem Kruzifix-Vorstoß gab es insbesondere aus Reihen der CSU. Der Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, bezeichnete die Äußerungen der 38-Jährigen zum Kruzifixverbot als "abwegig und erschreckend". Müller sagte weiter: "Politiker, die Kreuze aus Schulen verbannen wollen, sollten sich überlegen, ob sie in einer christlichen Partei an der richtigen Stelle sind." Das Kreuz stehe in der Union für das Fundament "unserer Identität, unserer Kultur und unserer Werte", fügte er hinzu.
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe wies die Forderung Özkans ebenfalls deutlich zurück: "Ich schätze Frau Özkan sehr, bin aber hier eindeutig anderer Meinung", sagte Gröhe der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (Essen). Das Kreuz stehe auch für "die prägende Kraft des Christentums in unserer Kultur" und müsse daher nach Ansicht der CDU im öffentlichen Raum, auch in staatlichen Schulen, "selbstverständlich seinen Platz haben", sagte Gröhe weiter. Kein Kind werde dadurch bedrängt.
DEA-Beauftragter kritisiert Äußerungen
Mit "Entsetzen und Empörung" reagierte auch der Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake (Wetzlar), auf die Forderung der designierten Ministerin. Eine Gleichsetzung von Kopftüchern und dem Kreuz, wie es Özkan in dem Interview vorgenommen habe, sei nicht akzeptabel. Ihre Äußerung mache deutlich, dass "weder in der abendländischen Kultur angekommen ist, noch sich im Bereich des Islam richtig auskennt". Das Kreuz stehe in unserer Kultur "für unser Fundament und unsere Identität, für unsere Werte und die Vergebung unserer Schuld". Das Kopftuch sei dagegen im Islam ein "politisches Zeichen". Die designierte Ministerin müsse diesen "gravierenden Unterschied akzeptieren, so Baake. In einem Schreiben an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) forderte Baake, die Berufung von Frau Özkan zur niedersächsischen Sozialministerin und die zusätzliche Übertragung der Verantwortung für den Geschäftsbereich Integration zu überdenken.
Ähnlich äußerte sich auch der Bundesvorsitzende der "Schüler-Union", Younes Ouaqasse. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "Durch Aussagen wie jene von Frau Özkan verlieren die Volksparteien CDU und CSU ihre Glaubwürdigkeit und damit ihren Rückhalt in der Bevölkerung." Wulff müsse auf ihre Ernennung verzichten: "Diese Frau hat ihre Kompetenzen überschritten, deshalb darf sie am Dienstag nicht zur Ministerin ernannt werden."
Doch auch Niedersachsens Ministerpräsident Wulff wiedersprach seiner designierten Ministerpräsidentin am Sonntag deutlich. "In Niedersachsen werden christliche Symbole, insbesondere Kreuze in Schulen, seitens der Landesregierung im Sinne einer toleranten Erziehung auf der Basis christlicher Werte begrüßt", sagte Wulff. Özkan habe lediglich "ihre persönliche Meinung geäußert".
Nach "Focus"-Informationen begleiten seit Donnerstag unterdessen Personenschützer der Hamburger Polizei und des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA) die designierte erste muslimische Ministerin in Deutschland. Grund seien mehrere Drohungen. In E-Mails und Foren hatten Unbekannte nach der Berufung der Ministerin geschrieben, "es passiert etwas", wenn sie den Ministerposten annehme.
VON: AD | 26.04.2010
Quelle - Veröffentlichung dieses Beitrages mit freundlicher Genehmiging des Christlichen Medienverbundes KEP e.V. Wetzlar
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Liebe Grüße
Günter
Als ich das heute morgen in den Nachrichten gehört habe, konnte ich es wirklich nicht glauben. Was für eine Bananen-Regierung haben wir eigentlich?
Die erste deutsch-muslimische Sozialministerin hat nichts besseres zu tun, als sich in ihrer ersten Amtshandlung über Kreuze in den Schulen auszulassen, ein Verteidigungsminister, der als erste Amtshandlung seinen Soldaten in den Rücken fällt und eine neue FDP-Regierung, die als erste Amtshandlung ihren Parteispendern eine niedrigere Mehrwertsteuer beschert.
Das alles bestärkt mich immer mehr in meiner Auffassung, dass unsere Politiker in Berlin vom Volk völlig abgehoben sind und gar nicht mehr wissen, was sie da eigentlich noch treiben. 
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Zitat:
Original von Quark
Das alles bestärkt mich immer mehr in meiner Auffassung, dass unsere Politiker in Berlin vom Volk völlig abgehoben sind und gar nicht mehr wissen, was sie da eigentlich noch treiben. 
Wieso Berlin?
Das ist tiefstes Niedersachsen.
Wulf hat schon seinen Sch.... eingezogen.
Kopftücher hält sie aber auch nicht für angebracht.
Ob nun überall Kreuze hängen müssen kann man aber auch in Frage stellen.
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Man kann alles zensieren und durch Regeln beschränken. Nur dann darf man sich nicht wundern, wenn irgendwann viele weg bleiben.
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Ich baue grundsätzlich in allen Beiträgen absichtlich Rechtschreibfehler ein um den Leser und ganz speziell den "Klugscheissern" zusätzlichen Spaß zu bereiten und meine Beiträge interessanter zu machen.
Zitat:
Nach den Attacken aus der eigenen Partei hat Özkan ihren Vorstoß inzwischen zurückgenommen und sich entschuldigt. Wie die Welt berichtet, sagte sie, sie habe das entsprechende Interview voreilig und ohne ausreichende Kenntnis des Landes Niedersachsen gegeben. Wulff sagte, die CDU freue sich über Kreuze in den Schulen, weil sie die Schüler nach christlichen Wertemaßstäben erziehen wolle. Özkan hätte dies "akzeptiert" und werde diese Politik mittragen. Damit sei das Thema für ihn erledigt. Für ihn schon, vielleicht auch für die CDU und Özkan, aber auf Dauer wird der Staat neutral werden müssen. Das Kruzifix im Klassenzimmer und anderen Behörden erinnert sowieso an die Bilder der Diktatoren wie Hitler, Mussolini oder Stalin, die zu ihrer Zeit überall sein mussten.
Dümmer wie der CDU-Fraktionsvorsitzende David McAllister im "Zukunftsland Niedersachen" kann man wohl nicht argumentieren, der Intoleranz als Toleranz zu verkaufen sucht: "Ministerpräsident Christian Wulff, die designierte Sozialministerin Aygül Özkan und ich haben deutlich gemacht, dass das Niedersächsische Schulgesetz nicht geändert wird und Kreuze an niedersächsischen Schulen erwünscht sind. Das Kreuz ist aus Sicht der CDU ein Symbol der Toleranz auch gegenüber anderen Religionen. Die über das Wochenende entstandenen Irritationen und Missverständnisse sind damit ausgeräumt."
http://www.heise.de/tp/blogs/8/147515
Die Özkan brauchen wir auch nicht...
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"So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Zitat:
Original von Quark
Das alles bestärkt mich immer mehr in meiner Auffassung, dass unsere Politiker in Berlin vom Volk völlig abgehoben sind und gar nicht mehr wissen, was sie da eigentlich noch treiben. 
Naja vielleicht sollten wir doch alle, also die 60% Wahlvolk einfach mal ganz links oder ganz rechts wählen, damit die Socke mal gelüftet werden, nach 8 Jahre ist alles am Boden und wir freue uns dann wieder über die freie Marktwirtschaft.
Aber HALT rechts hatten wir ja schon, lass uns alle zweimal LINKS wählen, alles sozialisieren und dann neu aufbauen, vielleicht besser als ein totaler Krieg. ;-))
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Geboren in Hadeln, in der Welt zu Hause.
Zitat:
Der Sprecher der Hannoverschen Landeskirche, Johannes Neukirch, sagte der „Bild“-Zeitung, „dass alle drei monotheistischen Religionen denselben Gott verehren, ist ein sehr unspezifisches Gottesbild“. Er fügte hinzu: „Wir Christen sehen schon einen deutlichen Unterschied zwischen unserem Gott und Allah. Der Sprecher des katholischen Bistums Essen, Ulrich Lota, sagte, „theologisch sind der Gott der Christen und der Gott des Islam nicht gleichzusetzen“
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-04/oezkan-irmer
Eigentlich erwarte ich etwas gebildetere Kirchenfürsten:
Zitat:
Die Toleranzidee wurde schon im 14. Jahrhundert in Il Decamerone von Boccaccio ähnlich wie von Lessing veranschaulicht. Boccaccio erzählt die Geschichte vom Vater, der einen Ring, der seinen Träger vor den Menschen und vor Gott „angenehm“ macht, traditionell an den unter seinen Söhnen weitergibt, den er am meisten liebt. Dieses finden wir auch in leicht veränderter Form in der Schlüsselszene Lessings, der Ringparabel:
In ihr lässt Saladin Nathan zu sich rufen und legt ihm die Frage vor, welche der drei monotheistischen Religionen er für die wahre halte. Nathan erkennt sofort die ihm gestellte Falle: Erklärt er seine Religion zur „einzig wahren“, muss Saladin das als Majestätsbeleidigung auffassen, schmeichelt er hingegen dem Sultan, muss er sich fragen lassen, warum er noch Jude sei. In beiden Fällen muss Nathan zahlen.
Um einer klaren Antwort auszuweichen („Nicht die Kinder bloß, speist man Mit Märchen ab“[2]) antwortet er mit einem Gleichnis. Darin besitzt ein Mann ein wertvolles Familienerbstück: einen Ring, der über die Eigenschaft verfügt, seinen Träger „vor Gott und den Menschen angenehm“ zu machen, wenn derselbe Träger ihn „in dieser Zuversicht trug“. Dieser Ring wurde über viele Generationen hinweg vom Vater an jenen Sohn vererbt, den der Vater am meisten liebte.
Doch nun tritt der Fall ein, dass der Vater drei Söhne hat und von ihnen keinen bevorzugen kann und möchte, sodass er von einem Künstler Duplikate des Ringes herstellen lässt. Er hinterlässt jedem Sohn einen Ring, wobei er jedem versichert, sein Ring sei der echte.
Nach dem Tode des Vaters ziehen die Söhne vor Gericht, um klären zu lassen, welcher von den drei Ringen der echte sei. Der Richter aber ist außerstande, dies zu ermitteln. So erinnert er die drei Männer daran, dass der echte Ring die Eigenschaft habe, den Träger bei allen anderen Menschen beliebt zu machen; wenn aber dieser Effekt bei keinem der drei eingetreten sei, dann könne das wohl nur heißen, dass der echte Ring verloren gegangen sein müsse (auf die Frage, wann dies geschehen sein könnte, geht der Richter nicht explizit ein; theoretisch kann also auch der Ring des Vaters schon unecht gewesen sein). Daraufhin gibt der Richter den Söhnen den Rat, jeder von ihnen solle glauben, dass sein Ring der echte sei, dass sein Vater alle drei gleich geliebt habe und es deshalb nicht habe ertragen können, einen begünstigen und die beiden anderen kränken zu sollen, wie es die Tradition eigentlich erfordert hätte. Wenn einer der Ringe der echte sei, dann werde sich das in der Zukunft an der ihm nachgesagten Wirkung zeigen; jeder Ringträger solle sich bemühen, diese Wirkung herbeizuführen.
Die Ringparabel gilt als ein Schlüsseltext der Aufklärung und als pointierte Formulierung der Toleranzidee.
Interpretation
Die Parabel kann dahingehend verstanden werden, dass der Vater für den liebenden Gott, die drei Ringe für die drei monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam), die drei Söhne für deren Anhänger und der Richter, dem der Streitfall vorgetragen wird, für Nathan selbst stehen. Eine Aussage der Parabel wäre demnach, dass Gott die Menschen gleichermaßen liebe, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, da alle drei Religionen sein Werk und alle Menschen seine Kinder seien.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nathan_der_Weise#Ringparabel
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Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
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Zitat:
"Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben", heißt es in der 1949 verfassten Präambel des Grundgesetzes. Nichts deutet darauf hin, dass der hier genannte Gott der christliche ist. Vielmehr waren die Verfassungsmütter und -väter einsichtig genug, zu verstehen, dass sich menschliche Bilder von Gott erheblich unterscheiden können, womit noch nichts über das Wesen Gottes selbst gesagt ist.
(...)
Micha Brumlik - Exodus für alle
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Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
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Original von Quark
Als ich das heute morgen in den Nachrichten gehört habe, konnte ich es wirklich nicht glauben. Was für eine Bananen-Regierung haben wir eigentlich?
Die erste deutsch-muslimische Sozialministerin hat nichts besseres zu tun, als sich in ihrer ersten Amtshandlung über Kreuze in den Schulen auszulassen, ein Verteidigungsminister, der als erste Amtshandlung seinen Soldaten in den Rücken fällt und eine neue FDP-Regierung, die als erste Amtshandlung ihren Parteispendern eine niedrigere Mehrwertsteuer beschert.
Das alles bestärkt mich immer mehr in meiner Auffassung, dass unsere Politiker in Berlin vom Volk völlig abgehoben sind und gar nicht mehr wissen, was sie da eigentlich noch treiben. 
Ich bezweifle mittlerweile, dass die Politiker in Berlin wie auch in den Landesparlamenten überhaupt noch wissen, dass es da ein Volk gibt, dem sie verpflichtet sind. Mein Eindruck ist, dass unsere Politiker Nebenkriegsschauplätze eröffnen und die eigentlichen Probleme nicht sehen.
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