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Lohndumping und Tarifflucht bei SCHLECKER?
Zitat:
Lohndumping und Tarifflucht bei SCHLECKER stoppen
In der Drogeriemarkt-Kette SCHLECKER findet zurzeit eine beispiellose Umstrukturierung mit dem einzigen Ziel der Senkung der Arbeitskosten statt. Dabei werden die Möglichkeiten, die das von SPD und Grünen im Zuge der Hartz-Gesetze liberalisierte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz inzwischen bietet, skrupellos ausgenutzt und die 4000 SCHLECKER-Filialen schrittweise in neue Filialen unter dem Namen "Schlecker XL" umgewandelt. Das Personal der alten Firma wird aus betriebsbedingten Gründen entlassen und diesem empfohlen, sich bei der Leiharbeitsfirma MENIAR zu bewerben. MENIAR stellt das Personal zu einem halb so hohen Entgelt in Höhe von circa 6,50 Euro pro Stunde ein (auf Grundlage eines Gefälligkeitstarifvertrags mit einer so genannten Christlichen Gewerkschaft). Der Gründer und Geschäftsführer von MENIAR war zuvor leitender Personalmanager in der Firmenzentrale von Schlecker. Er verfügt laut Medienberichten weiter über einen Arbeitsplatz in der SCHLECKER-Firmenzentrale in Ehingen.
Faktisch werden mit dieser Konstruktion Lohndumping und Tarifflucht betrieben. Das ganz überwiegend weibliche Verkaufspersonal wird durch die faktische Entgelthalbierung zu Hartz IV-Aufstockerinnen. Die Lohndrückerei von SCHLECKER wird damit in erheblichem Ausmaß mit Steuergeldern finanziert.
Der Sachverhalt ist nicht nur wegen der bundesweiten Standorte der SCHLECKER-Filialen von überregionaler Bedeutung. Hinzu kommt, dass auch bei den konkurrierenden Drogeriemarkt-Ketten nun Entgeltsenkungen drohen. Eine weitere Abwärtsspirale der Entgelte im gesamten Einzelhandel wäre die Folge. Der Kampf gegen das Lohndumping ist somit nicht nur ein Kampf gegen die Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen der bei SCHLECKER Beschäftigten, sondern von exemplarischer Bedeutung für den Widerstand gegen den weiteren Ausbau des Niedriglohnsektors im Einzelhandel und darüber hinaus.
23.12.2009 http://die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand_20082010/beschluesse/lohndumping_und_tarifflucht_bei_schlecker_stoppen/
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Liebe Grüße
Günter
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,641216,00.html
http://wirtschaft.t-online.de/tarife-gewerkschaft-wirft-schlecker-lohndumping-vor-/id_19632566/index
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Liebe Grüße
Günter
29.12.2009, 02:22
DGB verlangt Maßnahmen gegen Lohndrückerei
DGB-Chef Michael Sommer verlangt von der Bundesregierung Maßnahmen gegen Lohndrückerei. Sommer befürchtet Dumpinglöhne, wenn 2011 die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU eingeführt wird, berichten die «Lübecker Nachrichten». «Passiert nichts, wie es die FDP will, dann werden wir erleben, wie Arbeitnehmer aus Osteuropa für mieseste Lohndrückerei bei uns eingesetzt werden», so Sommer. Als Alternative schlägt der DGB-Chef eine Mindestlohn-Politik vor.
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Wir gehen mit der Welt um als hätten wir eine zweite im Keller
Zitat:
MENIAR stellt das Personal zu einem halb so hohen Entgelt in Höhe von circa 6,50 Euro pro Stunde ein (auf Grundlage eines Gefälligkeitstarifvertrags mit einer so genannten Christlichen Gewerkschaft). Der Gründer und Geschäftsführer von MENIAR war zuvor leitender Personalmanager in der Firmenzentrale von Schlecker. Er verfügt laut Medienberichten weiter über einen Arbeitsplatz in der SCHLECKER-Firmenzentrale in Ehingen.
Die Linke
Das ist eindeutiger Betrug und den Tarifvertrag mit der "Christlichen Gewerkschaft" würde ich auch gerne einmal sehen.
Aber es ist der Wille von Schwarz-Gelb, dass die Löhne gesenkt werden - deshalb stehen diese Regelungen auch in den Hartz-IV Gesetzen, nicht weil SPD und Grüne das so wollten, sondern weil das die Bedingungen der Unions-geführten Bundesländer waren, als es darum ging, dass die Gesetze durch den Bundesrat gingen. Günter (und alle anderen, die Merkel gewählt haben) übersieht dies gerne geflissentlich:
Zitat:
Sabine Zimmermann, Abgeordnete der Linken, fragte nach, was die Regierung von den Praktiken bei Schlecker halte. Hans-Joachim Fuchtel, Staatssekretär im Arbeitsministerium, sagte: "Die Bundesregierung ist kein Forschungsinstitut, dessen Aufgabe es wäre, solchen Einzelfällen nachzugehen."
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/52/496368/text/
Und ein weiteres Mal Merkel/Westerwelle als Lügner entlarvt ("Arbeit muss sich wieder lohnen")*. Es ist doch kein Zufall, dass Schlecker diesen Coup unter einer Schwarz-Gelben Bundesregierung durchzieht, weil sie dort im Konzern wissen, dass die Regierung hinter ihnen steht.
*guckst du hier:
http://www.dasauge.de/medien/aktuell/g1253788688.jpeg
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"So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Da gibt es nur eines, was ich sofort machen werde: Schlecker boykottieren!!!
Zitat:
Original von Markus Kenn
Da gibt es nur eines, was ich sofort machen werde: Schlecker boykottieren!!!
Naja, ich will bestimmt nicht das ich das Verhalten dieses Discounters schönreden, aber genaugenommen verstösst Schlecker nicht einmal gegen bestehende Gesetze. Seitdem die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder die entsprechenden Gestze dafür entsprechend geändert hat, ist ein derartiges Verhalten völlig legal.
Um diese Praxis zu ermöglichen, haben SPD und Grüne diese gestzlichen Voraussetzungen für ein derartiges Verhaltebn ja auch geschaffen!
Und Schlecker ist in Deutschland in dieser Hinsicht wirklich kein Einzelfall. Großkonzerne, aber auch kleine Betriebe arbeiten so. Ich könnte Dir sofort mehrere Betriebe hier in der Samtgemeinde Hadeln nennen, die es exakt genauso machen.
Deshalb sollten wir nicht (nur) diejenigen kritisieren, die diese von Schröder geschaffene Regel völlig legal ausnutzen, sondern wir sollten vor allem diejenigen kritisieren, die diese Regelung geschaffen haben! Und diejenigen, die zwar über Schleckers Praxis medienewirksam aufheulen, die die gesetzliche Regelung aber nicht ändern wollen (Ursula von der Leyen, CDU).
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Liebe Grüße
Günter
Du schuldest mir immer noch die Antwort auf die Frage, wie Rot-Grün ohne den Bundesrat eine Arbeitsmarktreform hätte durchführen können, die ebenso wie Hartz-IV Erfolge gezeigt hätte, denn dass Hartz-IV Leute in Arbeit gebracht hat, die zuvor keine Arbeit hatten, kannst du ja nicht abstreiten. Unter welchen Bedingungen, das ist eine andere Frage und da sind wir wieder sofort beim Bundesrat, der eine ganze Menge mitzureden hatte.
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Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Die SPD muss in der Opposition auf keinen Koalitionspartner und keinen Bundesrat mehr Rücksicht nehmen.
Zitat:
SPD sagt Leiharbeit den Kampf an
Die SPD will sich in der Opposition verstärkt den Interessen von Arbeitnehmern widmen. Zunächst plant sie, die Leiharbeit zu regulieren. Im entsprechenden Arbeitnehmerüberlassungsgesetz müsse der Grundsatz "gleiche Arbeit - gleiches Geld" nach einer kurzen Einarbeitungszeit gelten, heißt es in einem gestern verabschiedeten Beschluss des Vorstandes der SPD.
(...)
Gabriel sprach explizit von einer "sozialdemokratischen Wirtschaftspolitik", womit er sich semantisch wie politisch gegen die Aussage des einstigen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) stellte, wonach es "keine rechte oder linke Wirtschaftspolitik" gebe - wohl aber eine moderne oder unmoderne. Die angestrebte Reform der Leiharbeitsregeln begründete Gabriel mit dem Hinweis, hier sei ein "Scheunentor in der Entwicklung von Armutslöhnen und Armutsjobs" geöffnet worden.
(...)
http://www.welt.de/die-welt/politik/article5902924/SPD-sagt-Leiharbeit-den-Kampf-an.html
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Zitat:
Original von Grubendol
Du schuldest mir immer noch die Antwort auf die Frage, wie Rot-Grün ohne den Bundesrat eine Arbeitsmarktreform hätte durchführen können, die ebenso wie Hartz-IV Erfolge gezeigt hätte, denn dass Hartz-IV Leute in Arbeit gebracht hat, die zuvor keine Arbeit hatten, kannst du ja nicht abstreiten. Unter welchen Bedingungen, das ist eine andere Frage und da sind wir wieder sofort beim Bundesrat, der eine ganze Menge mitzureden hatte.
Die Deregulierung der Leiharbeit wurde aber nicht durch die Opposition bzw. den Bundesrat vorgenommen, sondern vom damaligen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), heute u. a. Mitglied Aufsichtsrat des fünftgrößten deutschen Zeitarbeitsunternehmens.
Zitat:
Darüber hinaus sitzt er im Aufsichtsrat (Personalausschuss) des fünftgrößten deutschen Zeitarbeitsunternehmens Deutscher Industrie Service (DIS), nachdem er als Bundesminister noch den gesetzlichen Rahmen für Leiharbeit liberalisiert hatte (Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt). Die DIS wurde mehrheitlich (83 Prozent) vom Schweizer Konkurrenten Adecco erworben, und Clement übernahm den Vorsitz des neuen Adecco Institute zur Erforschung der Arbeit, das vollständig vom Adecco-Konzern finanziert wird und Teil des Unternehmens sein wird. Mittels Primär- und Sekundärforschung sowie durch Konferenzen und Diskussionsforen soll auf die Öffentlichkeit eingewirkt werden.
19.01.2010 http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Clement#T.C3.A4tigkeiten_nach_seinem_Amt_als_Bundesminister
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Liebe Grüße
Günter
Ach, wieder einen Schuldigen gefunden?
Deine Vorstellung von Politik, wie politische Entscheidungen fallen, ist einfach naiv.
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Zitat:
Original von Grubendol
Ach, wieder einen Schuldigen gefunden?
Deine Vorstellung von Politik, wie politische Entscheidungen fallen, ist einfach naiv.
Meine, oder die vom entsprechenden Autoren von Wikipedia? 
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Liebe Grüße
Günter
Was hat der anonyme Wikipedia-Autor mit deiner Meinung zu tun? Er behauptet nicht, dass Clement ein bezahlter Politiker war, der im Alleingang bestimmte Dinge durchgedrückt hat.
Im übrigen halte ich Clement für einen gefährlichen Demagogen, den die SPD viel früher hätte rauswerfen sollen.
ps immer noch keine Antwort auf meine klare Frage.
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Zitat:
Original von Grubendol
Was hat der anonyme Wikipedia-Autor mit deiner Meinung zu tun? Er behauptet nicht, dass Clement ein bezahlter Politiker war, der im Alleingang bestimmte Dinge durchgedrückt hat.
Im übrigen halte ich Clement für einen gefährlichen Demagogen, den die SPD viel früher hätte rauswerfen sollen.
ps immer noch keine Antwort auf meine klare Frage.
Der Wikipedia-Autor schrieb:
[/quote]
Zitat:
Darüber hinaus sitzt er im Aufsichtsrat (Personalausschuss) des fünftgrößten deutschen Zeitarbeitsunternehmens Deutscher Industrie Service (DIS), nachdem er als Bundesminister noch den gesetzlichen Rahmen für Leiharbeit liberalisiert hatte (Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt).
20.01.2010 http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Clement#T.C3.A4tigkeiten_nach_seinem_Amt_als_Bundesminister
Diesen Ausführungen kann ich mich nur anschließen. Aber auch Deinen Ausführung bezüglich Clements.
Mit Clement habe ich vor Jahren mal länger telefoniert, damals war er noch Chefredakteur der MOPO (Hamburger Morgenpost). Ich habe in meinem Leben kaum einmal mit einem arroganteren Menschen geredet. 
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Liebe Grüße
Günter
Sicher ist das ein Skandal und ein Indiz für moralische Verkommenheit, aber letztlich ist es doch egal, wessen Name unter dem Gesetz steht.
Das hat aber alles nichts nichts mit den rechtswidrigen Machenschaften von Schlecker zu tun, wo es verbindliche Tarifverträge gibt. Hier sind jetzt die echten Gewerkschaften gefragt, das zu unterbinden bzw per Gericht unterbinden zu lassen.
Schon im ureigenen Interesse, denn jedes Eintreten für organisierte Arbeitnehmer hat einen Multiplikatoreffekt zur Folge, der andere Leute überzeugt, der Gewerkschaft beizutreten. Denn das ist die wirkliche Schwäche der Arbeitnehmerschaft: der geringe Organisationsgrad. Viele Arbeitnehmer glauben, alleine oder als "Chefzäpfchen" besser klar zu kommen als gemeinsam mit den Kollegen in der Gewerkschaft, analog zu den Nichtwählern, die statt der SPD lieber Merkel wählen, indem sie gar nicht zur Wahl gehen.
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Zitat:
Original von Grubendol
Sicher ist das ein Skandal und ein Indiz für moralische Verkommenheit, aber letztlich ist es doch egal, wessen Name unter dem Gesetz steht.
Das hat aber alles nichts nichts mit den rechtswidrigen Machenschaften von Schlecker zu tun, wo es verbindliche Tarifverträge gibt. Hier sind jetzt die echten Gewerkschaften gefragt, das zu unterbinden bzw per Gericht unterbinden zu lassen.
Schon im ureigenen Interesse, denn jedes Eintreten für organisierte Arbeitnehmer hat einen Multiplikatoreffekt zur Folge, der andere Leute überzeugt, der Gewerkschaft beizutreten. Denn das ist die wirkliche Schwäche der Arbeitnehmerschaft: der geringe Organisationsgrad. Viele Arbeitnehmer glauben, alleine oder als "Chefzäpfchen" besser klar zu kommen als gemeinsam mit den Kollegen in der Gewerkschaft, analog zu den Nichtwählern, die statt der SPD lieber Merkel wählen, indem sie gar nicht zur Wahl gehen.
Das stimmt.
Aber es ist halt leider auch wirklich Fakt, dass man als gewerkschaftlich organisierter Arbeitnehmer Mobbingprobleme bekommt. Wäre bei uns einer in meiner Position in der Gewerkschaft, hätte er ein echtes Problem.
Ich habe beispielsweise auch erlebt, dass ein Chef mir meinen Zusatzurlaub wegen meiner Schwerbehinderung ausreden wollte, weil ich ja voll einsatzfähig bin. Das Gleiche ist einem Kollegen passiert.
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Der Zweck der Diplomatie ist die Verlängerung von Krisen!
Legal ist aber nicht unbedingt legitim, auch wenn ich die Reformen von rotgrün ebenfalls äusserst kritisch sehe; bei einer wachsenden Zahl von 400-Euro-Jobs, von Scheinselbstständigkeit, von Dumpinglöhnen etc. von Erfolgen zu reden wie Grubendol es tut, gehört ein gerüttelt Maß an Blindheit und Einfältigkeit.
Es ist ein Erfolg, wenn Leute Arbeit finden, die zuvor keine hatten.
Das hat nichts mit den Tariftricksereien von Schlecker zu tun.
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Zitat:
Original von Grubendol
Es ist ein Erfolg, wenn Leute Arbeit finden, die zuvor keine hatten.
Das hat nichts mit den Tariftricksereien von Schlecker zu tun.
Wenn es ein Erfolg ist, dass jemand aus einer total beschissenen Situation in eine durchschnittliche Situation kommt, dann hat man lediglich den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben.
Als damals diese grünen Postzusteller ihre Begeisterung bekundeten, dass sie anstatt Arbeitslosigkeit jetzt für fünf Euro Briefe austragen dürfen, ist es mir eiskalt den Rücken runtergelaufen, und ich habe mir gedacht, wie verzweifelt muß ein Mensch gewesen sein, dass er mit dieser Situation jetzt zufrieden ist.
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Der Zweck der Diplomatie ist die Verlängerung von Krisen!
Leider ist es ja so, dass sowohl Bahn, post als auch die Deutsche Telekom überwiegend nur noch Sklavenhändler-Jobs anbieten.
Vor zehn Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, dass so datenschutzsensible Tätigkeiten wie die einer Sekretärin oder die eines Außendienstmitarbeiters an Leiharbeitsfirmen vergeebn werden.
Wer sich einmal die Mühe macht, sich etwas die offenen Stellen bei der Jobbörse anzusehen, wird feststellen, welche Ausmaße die Leiharbeit inzwischen hat.
Nachtrag: Gerade sagte der Abgeordnete Heinrich Kolb (FDP), dass an der Leiharbeit nichts geändert werden wird, weil sie sehr viele Arbeitsplätze geschaffen hat. Naja ....
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Liebe Grüße
Günter
Schöner Erfolg, wenn man jeden Monat auf das Amt rennen kann, um die Lohnabrechnungen vorzulegen, schöner Erfolg, wenn man z. B. im Wachgewerbe schon mit fünf Euro Brutto (!) die Stunde zufrieden sein kann und den vorgeschriebenen Lehrgang nach § 34 A GewO entweder auf eigene Kosten machen kann oder vom Lohn abgezogen bekommt genauso wie den Lkw-Führerschein, wenn man noch keinen hat und bei einer Spedition anfängt .... Träum also weiter.
Solange Dumpinglöhne gezahlt werden, von denen keiner leben kann, selbst wenn er sich nur so viel leistet, dasss er gerade mal überleben kann, solange es Hartz-IV-Aufstocker gibt, die zwar Vollzeit arbeiten, aber auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, kann man, wenn man auch nur mit den Fingern bis drei zählen kann, sich ausrechnen, dass solche "Erfolge" Traumtänzereien sind, die unwillkürlich über kurz oder lang in den Staatsbankrott führen.
Toffil und Günter schätzen dagegen die Situation realistisch ein.
Es ist schlicht pervers, was hier abläuft, und einer der wichtigsten und gruseligsten Nebeneffekte der Hartz-IV-Gesetze ist die nackte Angst um den Job und die daraus resultierende Bereitschaft, alles mit sich machen zu lassen, damit man nicht endgültig abstürzt.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Schöner Erfolg, wenn man jeden Monat auf das Amt rennen kann, um die Lohnabrechnungen vorzulegen, schöner Erfolg, wenn man z. B. im Wachgewerbe schon mit fünf Euro Brutto (!) die Stunde zufrieden sein kann und den vorgeschriebenen Lehrgang nach § 34 A GewO entweder auf eigene Kosten machen kann oder vom Lohn abgezogen bekommt genauso wie den Lkw-Führerschein, wenn man noch keinen hat und bei einer Spedition anfängt .... Träum also weiter.
Solange Dumpinglöhne gezahlt werden, von denen keiner leben kann, selbst wenn er sich nur so viel leistet, dasss er gerade mal überleben kann, solange es Hartz-IV-Aufstocker gibt, die zwar Vollzeit arbeiten, aber auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, kann man, wenn man auch nur mit den Fingern bis drei zählen kann, sich ausrechnen, dass solche "Erfolge" Traumtänzereien sind, die unwillkürlich über kurz oder lang in den Staatsbankrott führen.
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Zitat:
Original von toffil
Es ist schlicht pervers, was hier abläuft, und einer der wichtigsten und gruseligsten Nebeneffekte der Hartz-IV-Gesetze ist die nackte Angst um den Job und die daraus resultierende Bereitschaft, alles mit sich machen zu lassen, damit man nicht endgültig abstürzt.
Komisch, die Angst habe ich gar nicht.
Ich habe gestern Nacht eine lange Nacht gehabt und die heutige wird auch lang werden (weil, wie schon mal erwähnt, die Aushilfen bei diesem Wetter lieber zuhause bleiben, denn das Amt zahlt ja die Heizkosten). Ich werde also, wenn ich morgen etwas müde sein sollte, nur solange fahren, wie ich Lust habe, jawohl, Lust habe, sprich: ich komm und gehe, wann ich will. Wenn das jemandem nicht passt, kann er mich ja feuern. Dann sitze ich fünf Minuten später woanders auf dem Auto.
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Zitat:
Original von Grubendol
Komisch, die Angst habe ich gar nicht.
Ich habe gestern Nacht eine lange Nacht gehabt und die heutige wird auch lang werden (weil, wie schon mal erwähnt, die Aushilfen bei diesem Wetter lieber zuhause bleiben, denn das Amt zahlt ja die Heizkosten). Ich werde also, wenn ich morgen etwas müde sein sollte, nur solange fahren, wie ich Lust habe, jawohl, Lust habe, sprich: ich komm und gehe, wann ich will. Wenn das jemandem nicht passt, kann er mich ja feuern. Dann sitze ich fünf Minuten später woanders auf dem Auto.
Da bist Du einer guten Position, die nicht repräsentativ ist für die Mehrheit der Arbeitnehmer im Land.
Ich selbst habe ein Haus zu bezahlen, eine Familie zu ernähren, würde bei Verlust meiner Arbeit sehr viel tiefer fallen als ein Tarifangestellter, von Hartz IV ganz zu schweigen, und würde in meiner Region nur ganz schwer einen adäquaten Job finden. Unter anderem weil ich keinen Titel habe, sondern meinen jetzigen Posten nur habe, weil der eine oder andere dachte, ich wäre ganz gut. Wenn ich das irgendeinem Personalchef erzähle, wird der mir sagen, das, sie gut sind, haben die hundert Bewerber vor dir auch gesagt.
Einem ehemaligen Kollegen ist genau das, was ich beschrieben habe, passiert, und der Fall war heftig.
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Zu Deinen letzten beiden Beiträgen, Toffil, volle Zustimmung
Zitat:
Original von toffil
Da bist Du einer guten Position, die nicht repräsentativ ist für die Mehrheit der Arbeitnehmer im Land.
Ich habe mir diese Position durch Leistung selber geschaffen.
Was aber auch nichts mit der Tarifflucht bei Schlecker zu tun hat.
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Zitat:
Original von Grubendol
Zitat:
Original von toffil
Da bist Du einer guten Position, die nicht repräsentativ ist für die Mehrheit der Arbeitnehmer im Land.
Ich habe mir diese Position durch Leistung selber geschaffen.
Naja, aber was ist diese Position wert, wenn man erstens eine Familie plus Nebengeräusche durchzubringen hat und zweitens plötzlich die Oldenburger Arbeitslosen sich mal nicht mehr zu gut sidn zum Taxifahren?
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Ich fahre halt lieber Taxi als bei Schlecker zu arbeiten.
Ist das eigentlich noch immer so bei Schlecker, dass man drum betteln muss, bezahlen zu dürfen, weil die einzige Kraft im Laden im Lager ist?
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Zitat:
Original von Grubendol
Ich fahre halt lieber Taxi als bei Schlecker zu arbeiten.
Ist das eigentlich noch immer so bei Schlecker, dass man drum betteln muss, bezahlen zu dürfen, weil die einzige Kraft im Laden im Lager ist?
Das ist so.
Man könnte ja die Wartezeit nutzen, um sich im OBI beraten zu lassen, aber dort findet man leider auch keinen ...
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Der Zweck der Diplomatie ist die Verlängerung von Krisen!
Interessant ist übrigens, dass sich jetzt alle über Schlecker aufregen und sagen, dass diese Mißstände natürlich abgestellt werden müssen, aber übersehen, dass es viele Unternehmen in Deutschland genauso machen, weil es die Gesetzeslage so hergibt.
Wie läuft es denn bei der Deutschen Telekom und anderen? Das ist dann zwar keine Zeitarbeitfirmen, sondern Subunternehmen, aber der Effekt ist bekanntlich der Gleiche. Gerichte sprechen zwar Urteile, aber die Firmen machen fröhlich weiter: Vivento
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Liebe Grüße
Günter
Zitat:
Original von Günter
Interessant ist übrigens, dass sich jetzt alle über Schlecker aufregen und sagen, dass diese Mißstände natürlich abgestellt werden müssen, aber übersehen, dass es viele Unternehmen in Deutschland genauso machen, weil es die Gesetzeslage so hergibt.
Wie läuft es denn bei der Deutschen Telekom und anderen? Das ist dann zwar keine Zeitarbeitfirmen, sondern Subunternehmen, aber der Effekt ist bekanntlich der Gleiche. Gerichte sprechen zwar Urteile, aber die Firmen machen fröhlich weiter: Vivento
Das ist richtig: Schlecker ist leider nicht das einzige Unternehmen. An verschiedenen Punkten habe ich auch schon angesprochen, dass z. B. Discounter, Supermärkte und Baumärkte ebenfalls nur noch 400-Euro-Kräfte einstellen. Das Wachgewerbe ist bekannt dafür, Hungerlöhne zu bezahlen: Ich hatte einmal ein Angebot für 5 Euro brutto ohne Zuschläge, obwohl ich jede Nacht hätte durchmachen müssen. Darüber hinaus hätte ich mit dem eigenen Wagen Streife fahren müssen, ohne Zahlung natürlich.
Auch das Problem mit den Praktika und den Probearbeiten sowie mit der "freiwilligen Mehrarbeit" bedarf einer Korrektur: Ohne Lohn zu arbeiten ist ebenfalls eine Form des Diebstahls, was ich in einem anderen Thread bereits erwähnte. Es kann auch nicht sein, dass Mitarbeiter auf eigene Kosten oder auf Kosten der Allgemeinheit Kurse machen, die ausschliesslich dem Unternehmen dienen. Ein Taxiunternehmen, eine Spedition, ein Wachunternehmen, dass den Taxischein, den Lkw-Führerschein, den Schein nach § 34 A für das Wachgewerbe verlangen, haben die Mitarbeiter auf eigene Kosten zu schulen. Das ist eine Frage des Anstandes.
Es kann nicht angehen, dass z. B. in der Gastronomie das Wechselgeld von den Leuten selbst mitgebracht werden muss usw.
Hier sind entsprechende Gesetze und der Kampf der Gewerkschaften gefragt.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Hier sind entsprechende Gesetze und der Kampf der Gewerkschaften gefragt.
Letztere können nur kämpfen, wenn die Arbeitnehmer dort auch Mitglied sind und ihre Beiträge bezahlen.
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Zitat:
Original von Markus Kenn
Es kann nicht angehen, dass z. B. in der Gastronomie das Wechselgeld von den Leuten selbst mitgebracht werden muss usw.
Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Was willst Du damit sagen?
Beim Taxifahren früher war das völlig normal. Man hat das Geld doch behalten.
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Der Zweck der Diplomatie ist die Verlängerung von Krisen!
Zitat:
Original von Günter
Interessant ist übrigens, dass sich jetzt alle über Schlecker aufregen und sagen, dass diese Mißstände natürlich abgestellt werden müssen, aber übersehen, dass es viele Unternehmen in Deutschland genauso machen, weil es die Gesetzeslage so hergibt.
Wie läuft es denn bei der Deutschen Telekom und anderen? Das ist dann zwar keine Zeitarbeitfirmen, sondern Subunternehmen, aber der Effekt ist bekanntlich der Gleiche. Gerichte sprechen zwar Urteile, aber die Firmen machen fröhlich weiter: Vivento
Deshalb sage ich ja, solange bei Roßmann oder DM kaufen, bis die auch überführt sind.
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Zitat:
Original von toffil
Zitat:
Original von Markus Kenn
Es kann nicht angehen, dass z. B. in der Gastronomie das Wechselgeld von den Leuten selbst mitgebracht werden muss usw.
Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Was willst Du damit sagen?
Beim Taxifahren früher war das völlig normal. Man hat das Geld doch behalten.
Allerdings gibt es da ein Problem: Das Wechselgeld, das ich mitbringe, kann ich nicht ausgeben. Sprich: Ich brauche es für die Arbeit. Und auch, wenn ich es irgendwann nach Beendigung des Jobs wieder einstecken kann, habe ich zumindest Inflations- und Zinsverluste. Schliesslich verdient der Eigentümer am eingesetzten Kapital, dann kann er es auch aufbringen.
Zitat:
Original von Grubendol
Zitat:
Original von Markus Kenn
Hier sind entsprechende Gesetze und der Kampf der Gewerkschaften gefragt.
Letztere können nur kämpfen, wenn die Arbeitnehmer dort auch Mitglied sind und ihre Beiträge bezahlen.
Keine neue Erkenntnis. Allerdings muss auch festgestellt werden, dass die Gewerkschaften selbst mit vielen Mitgliedern kaum noch Mitarbeiterinteressen vertreten.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Allerdings gibt es da ein Problem: Das Wechselgeld, das ich mitbringe, kann ich nicht ausgeben. Sprich: Ich brauche es für die Arbeit. Und auch, wenn ich es irgendwann nach Beendigung des Jobs wieder einstecken kann, habe ich zumindest Inflations- und Zinsverluste. Schliesslich verdient der Eigentümer am eingesetzten Kapital, dann kann er es auch aufbringen.
Also hier muß man mal die Kirche im Dorf lassen: Wenn ich mich recht erinnere, habe ich mir einmal einen Taxi-Geldbeutel gekauft, entweder 50 oder 100 Mark reingetan, die dann fünf Jahre lang unangetastet drinblieben. Nach jeder Schicht habe ich die Einnahmen abgeliefert und Lohn sowie Trinkgeld rausgenommen. Das ist nun wirklich keine große Sache!
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Der Zweck der Diplomatie ist die Verlängerung von Krisen!
Zitat:
Original von Markus Kenn
Zitat:
Original von Grubendol
Zitat:
Original von Markus Kenn
Hier sind entsprechende Gesetze und der Kampf der Gewerkschaften gefragt.
Letztere können nur kämpfen, wenn die Arbeitnehmer dort auch Mitglied sind und ihre Beiträge bezahlen.
Keine neue Erkenntnis. Allerdings muss auch festgestellt werden, dass die Gewerkschaften selbst mit vielen Mitgliedern kaum noch Mitarbeiterinteressen vertreten.
Nein, das ist keine Feststellung, das ist bloß eine Behauptung.
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Ach, wieder keine Argumente?
Die Gewerkschaften werden doch reihenweise von ihrer Klientel verlassen, weil sie selbst nichts mehr für die Arbeitnehmer tun? Wo blieb denn wirklicher Protest gegen Hartz IV und gegen Gerhard Schröder? Wo ruft die Gewerkschaft zur Demo gegen Dumpinglöhne auf? Wo sind z. B. Unterschriftenlisten für Mindestlöhne?
Es steht Dir, Grubendol, natürlich frei, weiterhin zu träumen.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Ach, wieder keine Argumente?
Die Gewerkschaften werden doch reihenweise von ihrer Klientel verlassen, weil sie selbst nichts mehr für die Arbeitnehmer tun? Wo blieb denn wirklicher Protest gegen Hartz IV und gegen Gerhard Schröder? Wo ruft die Gewerkschaft zur Demo gegen Dumpinglöhne auf? Wo sind z. B. Unterschriftenlisten für Mindestlöhne?
Richtig, vielen von den Gewerkschaftsbossen geht es doch gar nicht mehr um die Interessen der Arbeitnehmer, sondern nur um ihre persönlichen Interessen, ihre Karieere und ihre große Kohle. Seht Euch doch nur mal Norbert Hansen und seinen Werdegang an!
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Liebe Grüße
Günter
Stimmt.
Interessant ist übrigens, dass sich jetzt alle über Schlecker aufregen und sagen, dass diese Mißstände natürlich abgestellt werden müssen, aber übersehen, dass es viele Unternehmen in Deutschland genauso machen, weil es die Gesetzeslage so hergibt.
Und bekannt war das schon vor langer Zeit. Der folgende Bericht ist mindestens 10 Monate alt!
29. April 2009 - Wer hat damals eigentlich regiert???
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Liebe Grüße
Günter
Den Bericht kannte ich noch nicht, aber es ist wirklich eine Katastrophe: Überall wird auf Kosten der Arbeitnehmer gespart. Und die Gewerkschaften sind bekannt dafür, dass sie zu den Schlechtesten Arbeitgebern gehören.
Zitat:
Zitat:
01.06.2010
Einigung mit Ver.di
Schlecker zahlt erstmals einheitlichen Tarif
Tarifstreit mit Schlecker beigelegt
Der Streit um Dumpinglöhne zwischen Schlecker und der Gewerkschaft Ver.di ist beendet: Alle 34.000 Beschäftigten der Drogeriemarktkette werden künftig nach dem Einzelhandelstarif Baden-Württemberg bezahlt. Auch die umstrittene Leiharbeit soll stark eingeschränkt werden.
Berlin - Die Gewerkschaft Ver.di hat sich mit dem Drogerie-Discounter Schlecker geeinigt: Nach insgesamt vier Verhandlungsrunden einigten sich die Parteien am Dienstag auf mehrere Tarifverträge für die rund 34.000 Beschäftigten. "Wir haben diesen Kampf erfolgreich zu Ende geführt", sagte die stellvertretende Ver.di-Chefin Margret Mönig-Raane. Alle wesentlichen Ziele seien erreicht worden.
Die Beschäftigten der rund 8200 Anton-Schlecker-Märkte (AS) werden demnach ebenso wie die Mitarbeiter der etwa 350 neuen Schlecker-XL-Filialen ab 1. Juli nach dem baden-württembergischen Flächentarifvertrag bezahlt. Eine ausgebildete Verkäuferin verdiene damit 12,37 Euro brutto pro Stunde, im Monat komme sie auf 2100 Euro, sagte Mönig-Raane.
Freiwerdende Stellen in den neuen, moderneren XL-Märkten sollten zudem vorrangig mit Beschäftigten der AS-Märkte besetzt werden, so die Ver.di-Verhandlungsführerin. Alternativ müsse das Unternehmen Ersatzarbeitsplätze anbieten. Für den Fall, dass eine Jobgarantie nicht möglich sei, sichere der Tarifvertrag angemessene Abfindungen. Unternehmenschef Anton Schlecker hatte im Januar angekündigt, in diesem Jahr rund 500 der kleineren AS-Läden schließen zu wollen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,698130,00.html
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Liebe Grüße
Günter
Ein Schritt in die richtige Richtung!!!!
Zitat:
Original von Markus Kenn
Ach, wieder keine Argumente?
Mein Argument ist, dass ich seit dem 1. August 1973 Gewerkschafter bin.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Die Gewerkschaften werden doch reihenweise von ihrer Klientel verlassen, weil sie selbst nichts mehr für die Arbeitnehmer tun?
Es muss jeder selber entscheiden, ob er sich im Konfliktfall alleine mit seinem Boss rumschlagen will.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Wo blieb denn wirklicher Protest gegen Hartz IV und gegen Gerhard Schröder? Wo ruft die Gewerkschaft zur Demo gegen Dumpinglöhne auf? Wo sind z. B. Unterschriftenlisten für Mindestlöhne?
Worin unterscheidet sich denn "wirklicher" Protest von "unwirklichem" Protest?
Zitat:
Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer hat die angekündigten Sparmaßnahmen der Regierung bei den Sozialleistungen kritisiert. "Das hat mit Sparen nichts zu tun, sondern merkt die Absicht, man will bei den ganz Armen rein, um die Großen zu schonen", sagte er gegenüber der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Sommer forderte stattdessen die Erhöhung der Erbschaftssteuer, eine Einführung einer Vermögenssteuer und einer Finanztransaktionssteuer. "Ich glaube, wir sollten uns eher, bevor wir in den Sozialetat gehen, mal angucken, wo wir bei den Reichen und Superreichen in diesem Land reingehen, dann brauchen sie nicht unten zu sparen, sondern würden sie oben genug Geld einnehmen, ohne letztendlich dieses Land zu ruinieren oder die soziale Balance außer Kraft zu setzen", so Sommer.
http://www.elo-forum.net/Topaktuell/Topaktuell/-2010060617699.html
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"So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Zitat:
Original von Grubendol
Zitat:
Original von Markus Kenn
Ach, wieder keine Argumente?
Mein Argument ist, dass ich seit dem 1. August 1973 Gewerkschafter bin.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Die Gewerkschaften werden doch reihenweise von ihrer Klientel verlassen, weil sie selbst nichts mehr für die Arbeitnehmer tun?
Es muss jeder selber entscheiden, ob er sich im Konfliktfall alleine mit seinem Boss rumschlagen will.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Wo blieb denn wirklicher Protest gegen Hartz IV und gegen Gerhard Schröder? Wo ruft die Gewerkschaft zur Demo gegen Dumpinglöhne auf? Wo sind z. B. Unterschriftenlisten für Mindestlöhne?
Worin unterscheidet sich denn "wirklicher" Protest von "unwirklichem" Protest?
Zitat:
Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer hat die angekündigten Sparmaßnahmen der Regierung bei den Sozialleistungen kritisiert. "Das hat mit Sparen nichts zu tun, sondern merkt die Absicht, man will bei den ganz Armen rein, um die Großen zu schonen", sagte er gegenüber der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Sommer forderte stattdessen die Erhöhung der Erbschaftssteuer, eine Einführung einer Vermögenssteuer und einer Finanztransaktionssteuer. "Ich glaube, wir sollten uns eher, bevor wir in den Sozialetat gehen, mal angucken, wo wir bei den Reichen und Superreichen in diesem Land reingehen, dann brauchen sie nicht unten zu sparen, sondern würden sie oben genug Geld einnehmen, ohne letztendlich dieses Land zu ruinieren oder die soziale Balance außer Kraft zu setzen", so Sommer.
http://www.elo-forum.net/Topaktuell/Topaktuell/-2010060617699.html
Gewerkschafter zu sein und gleichzeitig Schröders Hartz-IV-Gesetzgebung zu verteidigen passt nicht zusammen. Gewerkschaftsmitglied ist auch kein Argument.
Wie sehr Arbeitnehmervertretungen auf der Seite ihrer Klientel stehen, habe ich häufiger bemerkt: In einem Konfliktfall mit der Bundeswehr hat mich der Bundeswehrverband alleine gelassen. Danach trat ich aus. Mein Vater war auch Gewerkschafter: Als er einen Arbeitsprozess führen musste, knallte ihm die Gewerkschaft, deren langes Mitglied er war, die Tür vor Nase zu. Als es Anfang der 1990iger Jahre Massentlassungen bei den Stationierungsstreitkräften gab, waren die Gewerkschaften da, um sich zu produzieren, und am Ende konnten wir selbst unsere Rechte alleine einfordern, ganz gleich, ob Mitglied oder nicht.
Etwas über echten Protest habe ich geschrieben: Boykottaufrufe, Demos, Unterschriftenlisten. Es wäre auch gut, wenn es gewerkschaftlicherseits auch Schwarzlisten über schlechte Arbeitgeber gäbe.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Gewerkschafter zu sein und gleichzeitig Schröders Hartz-IV-Gesetzgebung zu verteidigen passt nicht zusammen. Gewerkschaftsmitglied ist auch kein Argument.
Als Gewerkschafter hat mir die lasche Haltung mancher Arbeitsloser, die ich des nächtens angetrunken aus den entsprechenden Etablissements nach Hause kutschieren durfte, gelegentlich auf den Sack gegangen.
Nach fünf Jahren Hartz IV und entsprechenden Zumutungen für die Arbeitslosen bei gleichzeitigen Erleichterungen für die Wirtschaft sowie der Senkung des Spitzensteuersatzes sage ich, dass die Arbeitgeber jetzt in einer Bringschuld stehen. Leute wie Herr Düvel oder der "Kornnatternliebhaber" müssen die Ausnahme sein, sonst haben die ARGEN nicht funktioniert.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Wie sehr Arbeitnehmervertretungen auf der Seite ihrer Klientel stehen, habe ich häufiger bemerkt: In einem Konfliktfall mit der Bundeswehr hat mich der Bundeswehrverband alleine gelassen. Danach trat ich aus.
Der Bundeswehrverband ist keine Gewerkschaft, Soldaten sind keine Arbeitnehmer, sondern Beamte.
Wobei mir immer noch schleierhaft ist, warum du als gläubiger Christ überhaupt eine Waffe in die Hand genommen hast.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Mein Vater war auch Gewerkschafter: Als er einen Arbeitsprozess führen musste, knallte ihm die Gewerkschaft, deren langes Mitglied er war, die Tür vor Nase zu.
Das bezweifle ich. Als ich einen Discobetreiber nach fünf Jahren Schwarzarbeit auf eine Abfindung wegen einer ungerechtfertigten Kündigung verklagt habe, hat die ÖTV das locker für mich erledigt. Wohlgemerkt, es hatte niemals einen schriftlichen Arbeitsvertrag gegeben, ich bekam mein Geld jeden Arbeit auf die Hand, ohne Quittung.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Als es Anfang der 1990iger Jahre Massentlassungen bei den Stationierungsstreitkräften gab, waren die Gewerkschaften da, um sich zu produzieren, und am Ende konnten wir selbst unsere Rechte alleine einfordern, ganz gleich, ob Mitglied oder nicht.
Nur dass der Organisierte einen Anspruch auf kostenlose anwaltliche Vertretung vor dem Arbeitsgericht hat, während der Nichtorganisierte eine Rechtsschutzversicherung braucht.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Etwas über echten Protest habe ich geschrieben: Boykottaufrufe, Demos, Unterschriftenlisten. Es wäre auch gut, wenn es gewerkschaftlicherseits auch Schwarzlisten über schlechte Arbeitgeber gäbe.
Da verkennst du aber die grundsätzliche Aufgabe von Gewerkschaften. Es ist nicht deren Aufgabe, sich für Nichtmitglieder einzusetzen.
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Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
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- Der Dieb von Bagdad
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Hier zeigst Du, dass Du klassische Vorurteile lieferst: Der angetrunkene Arbeitslose, der mit der Taxe zu irgendwelchen Establishments kutschiert wird, der berühmt-berüchtigte Hartz-IV-Empfänger, der nur verschlampt mit 'ner Büchse Bier im Park rumsitzt, ist genauso klug wie das Argument der Raucher, die allesamt ihren weit über 90 Jahre alten Opa haben, der schon seit frühester Jugend qualmt und immer noch ganz gesund ist.
Dass die Arbeitgeber in der Bringschuld stehen, da gebe ich Dir recht, doch bedauerlicherweise werden Arbeitgeber allerdings in der Regel nur folgendes bringen: Beständiges Gejammere, Forderung nach noch mehr Erleichterungen - was beim deutschen Bürokratismus auch des öfteren gerechtfertigt ist -, die Aussage "Wir finden keine Leute" (und dies bei Millionen von erfassten Arbeitslosen). Sonst wird nichts geschehen.
Der Bundeswehrverband allerdings ist - wie die Gewerkschaft - eine Interessenvertretung von abhängig Beschäftigten, also durchaus mit der Gewerkschaft bzw. den Gewerkschaften vergleichbar. Soldaten sind auch abhängig Beschäftigte, wenn auch keine zivilen Arbeitnehmer; sie sind als Soldaten und damit von der juristischen Perspektive keine Beamten, sondern mit Beamten vergleichbar. Der Unterschied ist, dass ein Soldat gehorsamspflichtig ist und in einer Armee dient.
Zu Deiner Frage: Ich war nicht immer gläubiger Christ. Und trotz der Tatsache, dass ich bei meinem Ausscheiden immer noch kein gläubiger Christ gewesen bin, war ich damals zur Überzeugung gekommen, dass ich besser verweigert hätte, doch das ist ein anderes Thema. Nur so viel: Auch gläubige Christen haben unterschiedliche Meinungen, und es gibt gläubige Christen, die sich als Soldaten verpflichten genauso wie es gläubige Christen gibt, die aus eben dieser Überzeugung heraus verweigern.
Was nützt mir dieser Anspruch, wenn ich keinen Anwalt bekomme, weil angeblich keine Aussicht auf Erfolg besteht? Auch Gewerkschaften haben das Kleingedruckte.
Mit der Schwarzarbeit glaubst Du Dir doch wohl selbst nicht: Löhne aus Schwarzarbeit sind nicht einklagbar. Und ohne schriftlichen Arbeitsvertrag ist die Beweisnot sehr gross. Also erzähl hier nichts vom Plapperstorch.
Es ist die Aufgabe der Gewerkschaften, sich für ihre Mitglieder einziusetzen, und ausgerechnet das tun sie nicht. Es laufen ihnen doch die Mitgleider weg, weil sie sich zu wenig für deren Interessen einsetzen. Merkste was?
Zitat:
Original von Markus Kenn
Hier zeigst Du, dass Du klassische Vorurteile lieferst: Der angetrunkene Arbeitslose, der mit der Taxe zu irgendwelchen Establishments kutschiert wird, der berühmt-berüchtigte Hartz-IV-Empfänger, der nur verschlampt mit 'ner Büchse Bier im Park rumsitzt, ist genauso klug wie das Argument der Raucher, die allesamt ihren weit über 90 Jahre alten Opa haben, der schon seit frühester Jugend qualmt und immer noch ganz gesund ist.
Deshalb habe ich ja auch meine Formulierungen so sorgfältig gewählt: "die lasche Haltung mancher Arbeitsloser (...) gelegentlich auf den Sack gegangen".
Ich dachte immer: wenn das möglich ist, sollte dem mal ein Arbeitsberater auf die Füße treten.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Mit der Schwarzarbeit glaubst Du Dir doch wohl selbst nicht: Löhne aus Schwarzarbeit sind nicht einklagbar. Und ohne schriftlichen Arbeitsvertrag ist die Beweisnot sehr gross. Also erzähl hier nichts vom Plapperstorch.
Genau so ist es gelaufen und ich bekam 1000,- DM in fünf Raten a 200,- DM.
Zitat:
Original von Markus Kenn
Es ist die Aufgabe der Gewerkschaften, sich für ihre Mitglieder einziusetzen, und ausgerechnet das tun sie nicht. Es laufen ihnen doch die Mitgleider weg, weil sie sich zu wenig für deren Interessen einsetzen. Merkste was?
Nein, die Mitgliedszahlen sind bereits in den Jahren zurückgegangen, in denen noch gut bezahlt wurde, weil die Leute glaubten, den Mitgliedsbeitrag sparen zu können. Das ist der Grund, warum die Gewerkschaften immer schwächer geworden sind.
Für die heutige Situation gilt: es ist nicht unsere Aufgabe, uns für arbeitslose Nichtmitglieder einzusetzen.
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"So seid ihr Menschen: Wenn euer Bauch spricht, vergesst ihr den Verstand.
Wenn euer Verstand spricht, vergesst ihr euer Herz.
Und wenn euer Herz spricht, vergesst ihr alles."
- Der Dieb von Bagdad
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"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!
Schwarze Schafe gibt es bedauerlicherweise überall, doch das ist eine verschwindend kleine Minderheit; viele Hartz-IV-Empfänger treten ihren Arbeitsberatern (Fallmanagern) auf die Füsse, um wenigstens einen Ein-Euro-Job zu bekommen, womit sie ihre Arbeitswilligkeit zeigen. In Bremm - einem kleinen Ort in der Nähe von Cochem - gibt es Europas stellsten Weinberg, den Calmont. Dort gibt es auch einen Wanderweg, der von Ein-Euro-Jobbern gepflegt wird. Wer den Calmont sieht, bedarf keiner grossen Fantasie, um sich vorzustellen, wie anstrengend die Maloche dort ist. Ein-Euro-Jobber haben sich allerdings nur dann dort zurück gezogen, wenn sie nicht schwindelfrei gewesen sind, und dort braucht man tatsächlich eine hohe Standfestigkeit.
Dass mit der Schwarzarbeit halte ich dennoch für eine Story, denn damit macht mit sich selbst strafbar. Meinst Du, warum ich von Schwarzarbeit die Finger lasse? Dies hat nicht nur mit Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, die man von einem Christen zu Recht erwarten darf, zu tun, sondern auch damit, dass ich nur allzu gern auf ein Strafverfahren verzichten kann.
Die Gewerkschaften verlieren ihre Mitglieder, weil sie sich immer weniger für sie einsetzen. Frag mal die, die ausgetreten sind. Gebrannte Kinder scheuen das Feuer nach dem Motto: Veralbern können wir uns auch alleine.
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